Öcher Narren werden kräftig verkohlt

Von: Matthias Hinrichs
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In Rothe Erde blühen wieder Nonsens, Satire und Co: Die Macher des Kappesballs versprechen zur zweiten Auflage des ziemlich anderen jecken Spektakels ein pralles, dreistündiges Programm (fast) ohne Prinz und Mariechen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Da haben wir den Salat: Pünktlich zur vollen Blüte der fünften Jahreszeit mutiert der Saalbau Rothe Erde, besser bekannt als Kappertz-Hölle, wieder zum skandalträchtigen Treibhaus des alternativen Frohsinns. Nach der erfolgreichen ersten jecken Ernte in der vergangenen Session geht der Kappesball jetzt erneut mit allerlei Öcher Eigengewächsen an den Start.

Auch ein bisschen Vorschusslorbeer darf man den anstehenden ziemlich anderen „Veggie Days“ an der Hüttenstraße also getrost angedeihen lassen: Zur zweiten Auflage des klamauk- und klangreichen Spektakels wollen die führenden Köpfe der kunterbunten Komikertruppe um Meikel Freialdenhoven und „Chef-Impresario“ Peter Kappertz dem langen Schatten der ehemaligen „Strunx“-Stafetten endgültig entwachsen sein.

„Wir hoffen auf viele, viele neue Fans, die sich von unserem lokalpatriotisch angehauchten Programm begeistern lassen“, sagt Freialdenhoven.

Drei Stunden Vollgas

Gelegenheit dazu gibt‘s noch zur Genüge: Diesmal soll der traditionelle Karneval in Rothe Erde gleich an sechs „Stichtagen“ feinstens verkohlt werden, frohlockt Kappertz. Und (von wegen Strunx-Tradition und so): „Auch bei der Generalprobe am 4. Februar sind Gäste selbstverständlich bereits willkommen.“ Tickets sind natürlich noch zu haben, ebenso wie für weitere Abende.

Klar wie Kohlsuppe zudem: Einmal mehr hat Freialdenhoven ein gestandenes Team aus mehr oder minder tiefsinnig blödelnden Bühnenstars um sich scharen können, um ein pralles, rund dreistündiges Programm anzurichten.

Mit von der Partie sind neben dem Lieder- und Spaßmacher selbst dessen Kollegin Lizusha Kostyuk, „Hoppla, das Duo“, alias Thorsten Neumann und Michael Dannhauer, Altmeister Kurt Radermacher, Necip Tokoglu, alias Hans Hase, sowie das berühmt-berüchtigte Wall Street Theatre, alias Andreas Wiegels und Christian Klömpken. Sie alle holen im rasanten Wechsel zum satirischen Rundumschlag (nicht nur) in Sachen Öcher Be- und Empfindlichkeiten aus, versprechen die Macher.

Und selbst der „klassische“ Flickenclown bleibt diesmal nicht außen vor – aber nur, damit er standesgemäß an die Wand der Kappertz-Hölle genagelt werden kann, grinst Freialdenhoven. Dennoch sind Kostüme im Publikum keinsfalls tabu – denn das kleine Wort ist auch beim Kappesball eben: tabu. Apropos: „Natürlich greifen wir alle möglichen aktuellen Themen auf und werden auch mal ein bisschen politisch“, sagt Freialdenhoven.

Dazu gibt‘s reichlich Nonsens, Jonglage, Clownerien und natürlich kabarettistische Einlagen zuhauf. Für den rechten musikalischen Rahmen sorgen die „Four Shops“, die angesichts des prosperierenden pratschjecken Projekts ebenfalls um zwei Protagonisten reicher sind und ergo diesmal als „Sechs Shops“ die Saiten respektive Tasten und Trommeln strapazieren. Für den tanzbaren Nachschlag bis in die Puppen sorgt schließlich wieder DJ Schorsch.

Bis dahin allerdings könnte es auf der Kappes-Bühne gar zum peinlichen Putsch kommen, wie böse Zungen wispern. „Angeblich fühlt sich da einer berufen, sich sogar zum Prinzen aufzuschwingen“, flüstert Freialdenhoven. Aber: „Klassische Proklamationen wird‘s bei uns jedenfalls ebenso wenig geben wie Tanzmariechen oder uniformierte Märsche zum Mitklatschen.“ Kein Kappes!

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