Öcher Kengertreff: Erstbegegnung mit der Mundart

Von: Lilian Killmeyer
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Sie wollen den Kinder die Mundart näherbringen: Marcel Vergöls (4. von links hinten) und Gitarrist Dieter Böse. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Basteln, verkleiden, spielen und singen – das begeistert wohl jedes Kind. Und so macht es auch gleich viel mehr Spaß, erste Erfahrungen mit Öcher Platt zu sammeln. Rund 13 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren erschienen jetzt im Pfarrheim „St. Martinus“ in Richterich, um am zweiten Öcher Kengertreff teilzunehmen.

Die Idee, Kindern schon im frühen Alter die regionalen Mundarten nahe zu bringen, stammt von Marcel Vergöls, dem Gründer der Internetseite Dat-es-Oche.de. „Ich möchte jetzt aktiv dazu beitragen, eine neue Möglichkeit für Kinder zu schaffen, die Muttersprache wieder aktiver kennenzulernen“, begründet er sein Engagement.

Unter dem Motto „Wenn et Chresskengche könt“ organisierte er zusammen mit dem Aachener Heimattheater und mit Unterstützung der Sparkasse und des Beerdigungsinstituts Michael Claßen den Kengertreff des 4. Quartals. Um die Kinder mit Spaß und Freude an die „neue Sprache“ heranzuführen, war für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt.

Spielerisch gestaltet

Zunächst wurden Gruppen gebildet, in denen beim lustigen Zusammensitzen, malen und basteln das Öcher Weihnachtslied „Wenn et Chresskengche könt...“ eingeübt und erste Öcher Worte gelernt wurden. Für Vergöls ist es besonders wichtig, das Lernen spielerisch zu gestalten: „Wenn die Texte so geschmückt sind, dass man sie zum Beispiel ausmalen kann, gucken die Kinder es sich vielleicht am nächsten Tag noch einmal freiwillig an und beschäftigen sich weiter damit.“

Und dieses Konzept schien den Kleinen zu gefallen. Nach einer kurzen Pause mit leckeren Naschereien stand die Theater- und Kostümprobe auf dem Programm. Zur großen Begeisterung der Kinder hatte das Aachener Heimattheater – an diesem Nachmittag unter anderem vertreten von Erika Schröder, der zweiten Vorsitzenden, und Kathrin Schnitker, der Leiterin der Jugendgruppe – viele Kostüme aus dem Fundus mitgebracht. Es dauerte also nicht lange, bis alle Kinder bunt verkleidet durch das Pfarrheim liefen und mit großem Interesse etwas über die Vorgänge am Theater erfahren wollten.

Böse und das Weihnachtslied

Nachdem sie genug gespielt hatten, ging es weiter mit dem musikalischen Teil des Nachmittags. Hier konnte endlich das am Anfang des Treffens Gelernte angewandt werden. Dieter Böse und Oliver Lutter von der Band „Böse mal anders“ stimmten in das Öcher Weihnachtslied ein und es dauerte nicht lange, da sangen alle Kinder lauthals mit. Auch den folgenden Liedern auf Öcher Platt lauschten die Kleinen interessiert und sie wären wohl am liebsten noch länger geblieben. Doch der nächste Öcher Kengertreff lässt nicht lange auf sich warten: Bereits am 30. Januar findet er unter dem Motto „Fastelovvend“ erneut statt.

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