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Öcher Kenger der KGS Passstraße lassen Kaiser Karl wieder lachen

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Noch ist der Kaiser (Rudin, 2. von links) traurig: Aber die Darsteller der KGS Passstraße, Willa, Jannes und Rayan (von links), schaffen es, ihn wieder zum Lachen zu bringen.

Aachen. Noch zwei Wochen, dann greift Paul II. Wilhelmi nach dem Zepter, um als Märchenprinz die Öcher Kenger zu regieren. Doch bevor er seinen Märchenthron besteigt, werden vor seiner Proklamation 250 Kinder im Eurogress ein Theaterstück aufführen.

Das Stück findet am Sonntag, 19. Januar, ab 15.00 Uhr im Eurogress statt und wird beim Kinderkostümfest am Mittwoch, 26. Februar, ab 15.30 Uhr wiederholt. Die Mehrzahl der Mitwirkenden gehört Aachener Karnevalsvereinen an, die tänzerisch das Spiel begleiten. 50 der Mädchen und Jungen aber besuchen die 2. bis 4. Klassen der katholischen Grundschule Passstraße. „Es ist bereits das achte Mal, dass wir zur Märchenprinzenproklamation das Theaterstück in unsere Regie nehmen“, berichtet Schulleiterin Maria Keller. Um die Weihnachtszeit werde alljährlich zum Endspurt angesetzt, wenn auch die Proben schon nach den Sommerferien begannen und einmal wöchentlich stattfinden.

Seit drei Jahren hat Corinna Mallmann, Sonderpädagogin der Schule, diese Aufgabe übernommen. „Von unseren 50 Kindern wirken zwölf aktiv im Spiel mit, die anderen sind Statisten oder Tänzer“, erzählt sie. Das Stück heißt „Miez und Anton zu Besuch bei Kaiser Karl“ und wurde von Ulrike Doetsch, Lehrerin der Schule, geschrieben. Zu den Darstellern gehört der neunjährige Rodin, der den Kaiser Karl spielt und schon vor zwei Jahren als Tänzer dabei war. Aber später Schauspieler werden – nein, das möchte er nicht. Anders als Willa (9), die die Miez verkörpert und ebenfalls vor zwei Jahren mitgetanzt hat. Jannis (9) schlüpft derweil in die Rolle des Anton.

Und plötzlich sind die kleinen Darsteller mit den Gesprächsteilnehmern am Tisch in eine philosophische Diskussion verwickelt. Wie kommt es, dass Kaiser Karl so traurig ist, obwohl die Kinder immer wieder versuchen, ihn zum Lachen zu bringen? Ist er traurig, weil alle seine Söhne gestorben sind und er keinen Nachfolger hat? Oder hat er erkannt, dass weder Geld noch Macht zur Fröhlichkeit führen? Doch Miez und Anton, ja alle Kinder versuchen Karls Stimmung zu verändern. Erfolglos bleiben sie beim Servieren seines Lieblingsgerichts und auch bei einem Stadtrundgang durch Aachen, bei dem sie ihm zeigen, dass er ja diesen schönen Dom bauen ließ.Dann aber zieht ein Kinderkostümzug vorbei, und der Kaiser strahlt zum ersten Mal wieder über das ganze Gesicht.

Das Bühnenbild wurde auf das Wesentliche konzentriert, vorwiegend wird mit dem Beamer gearbeitet. Der Auf- und Abbau einer direkten Kulisse ließ sich zeitlich nicht meistern. „Wir haben im Karlsjahr die zentrale Thematik „Karl der Große aufgegriffen“, unterstreicht Maria Keller.

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