Aachen - Öcher Gesänge in Gassen der ewigen Stadt

Öcher Gesänge in Gassen der ewigen Stadt

Von: Julius Laschet
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Gut gelaunt und mit lauter Stimme sangen die Messdiener und Vorbeter der Pfarre St.Gregor von Burtscheid auf dem Petersplatz ihr Romlied. In wenigen Minuten sollte Papst Franziskus in seinem „Papamobil“ an ihnen vorbeifahren und mit den Aachenern und tausenden anderen Pilgern aus aller Welt die Papstaudienz zelebrieren.

Alle fünf Jahre werden die Burtscheider Jungen und Mädchen für ihr Engagement in der Pfarre mit einer Woche im schönen Italien belohnt. Unter der Leitung von Jana Claßen, Laura Mohr und Fabian Bohnen sowie der geistlichen Betreuung durch die Pastoren Frank Hendricks und Thomas Faltyn ging es abends mit zwei großen Reisebussen los in die italienische Hauptstadt.

Nach einer langen Busfahrt trafen die 100 Kinder und 20 Betreuer samstags am frühen Abend schließlich in ihrem Hotel in Rom ein. Müde, aber voller Vorfreude auf die anstehende Woche, ging es nach der gemeinsamen Singrunde ins Bett. Am Sonntag stand der Besuch der San Callisto Katakomben auf dem Plan. Nach der Morgenmesse gab es eine Führung durch die unterirdischen Grabstätten.

Wissbegierig und sichtlich berührt von diesem Ort, lauschten die Kinder den Worten des Tourführers. Belohnt wurden sie nach der Führung mit einer leckeren italienischen Pizza.

Hoch oben auf dem Petersdom

Montags ging es dann in die römische Innenstadt, um bei gutem Wetter die vielen Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Spanische Treppe, Trevi Brunnen und Pantheon wurden genauestens inspiziert und fotografiert. Auf der Piazza Navona durften selbstverständlich auch zwei Kugeln „Gelato“ nicht fehlen.

Am Tag darauf ging es direkt nach dem Aufstehen hoch hinaus. Nach einer Messe auf dem Campo Santo Teutonico, dem deutschen Friedhof im Vatikanstaat, ging es die 551 Stufen hoch auf die Kuppel des Petersdoms. Der Ausblick entschädigte für den schweren Anstieg.

Der ein oder andere erblickte bereits von dort oben die nächsten beiden Stationen des Tages. Das Forum Romanum sowie das Kolosseum sollten als nächstes betrachtet werden. Auch der starke Regen an diesem Tag konnte die Aachener nicht davon abhalten, die Wahrzeichen Roms zu bewundern.

Abends im Hotel ging es für alle dann früh ins Bett. Der Wecker war auf 5.30 Uhr gestellt. Man wollte ja gute Plätze für das Highlight der Fahrt – die Papstaudienz – ergattern, damit das Staatsoberhaupt der katholischen Kirche auch das selbstbemalte Banner mit den Grüßen an den Heiligen Vater gut lesen konnte.

Auge in Auge mit Franziskus

Als er dann endlich kam, war die Müdigkeit sofort vergessen. Alle standen auf den Stühlen, um einen Blick auf Papst Franziskus werfen zu können. Bei bestem Wetter lauschten alle Beteiligten den Worten des Heiligen Vaters und empfingen am Ende den Segen.

Nach diesem eindrucksvollen Ereignis ging es jedoch direkt weiter zu den Reisebussen. Nächstes Ziel: Assisi. Der Mittwoch und Donnerstag wurden noch dazu genutzt, auf den Spuren des Heiligen Franziskus zu weilen und die Stadt auf dem Berg mit all seinen Treppen und Steigungen zu entdecken.

Donnerstagnachmittag verabschiedeten sich die Kinder von St. Gregor von Burtscheid dann eindrucksvoll aus Italien. Das Romlied schallte laut durch die Gassen Assisis, Passanten blieben stehen, applaudierten und freuten sich über die gesangsstarken Aachener.

Die Busfahrt in Richtung Heimat wurde daraufhin genutzt, um sich von der anstrengenden, aber aufregenden Woche zu erholen. Freitag morgens erwarteten die Eltern am Branderhofer Weg dann schließlich müde Kinder mit vielen Eindrücken, Geschichten und dem Segen von Papst Franziskus im Gepäck. Ob Rom jemals so wie diese Woche „gebebt“ hat, ist zu bezweifeln. Eines ist jedoch sicher: In fünf Jahren kommen die jungen Aachener wieder.

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