Öcher Frönnde: „Leuchtturm“ der Hilfe strahlt seit zehn Jahren

Von: Christiane Chmel
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Runder Geburtstag im Zeichen der Nachbarschaftshilfe: Die Aktiven und Unterstützer des Vereins Öcher Frönnde konnten zum zehnjährigen Bestehen eine rundum positive Bilanz ziehen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zur Feier seines zehnjährigen Bestehens bot der Verein „Öcher Frönnde – Aachener Nachbarschaftsring“ seinen Mitgliedern und Gästen in der Nadelfabrik ein buntes und informatives Programm.

Der regionale Nachbarschaftsring wurde im September 2004 nach dem Vorbild von Seniorengenossenschaften gegründet und fördert das gemeinschaftliche Miteinander von Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters. Nach dem Prinzip „Hilfe erbringen – Hilfe empfangen“ unterstützen sich die zurzeit 65 aktiven Mitglieder ehrenamtlich im Alltag.

Praktischer „Tauschmarkt“

Wer als aktives Mitglied Zeit mit einem Öcher Frönnd verbringt, bekommt diese Stunden gutgeschrieben und kann bei Bedarf selbst auf Hilfe und Unterstützung zurückgreifen. Aber auch ältere Mitglieder, die zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht mehr aktiv für andere sein können, dürfen auf die Hilfe der Öcher Frönnde zählen.

Unabhängig von der täglichen Nachbarschaftshilfe wird auch der persönliche Kontakt gepflegt. Ob zum Kochen, Spazierengehen oder Kartenspielen – der Verein bringt Menschen zusammen und bietet Veranstaltungen, Ausflüge und Vorträge an.

Ziel aller Aktivitäten ist es, die Isolation kranker, behinderter und älterer Menschen zu verhindern und die Solidarität und Kommunikation zwischen den Generationen zu fördern. Aufgrund der notwendigen räumlichen Nähe bei der Nachbarschaftshilfe sind die Öcher Frönnde schwerpunktmäßig in Aachen aktiv. Sie beraten und unterstützten aber auch andere Nachbarschaftsinitiativen in der Städteregion und haben sich zum Ziel gesetzt, das Konzept der Nachbarschaftshilfe weiter zu verbreiten.

„Selbst etwas tun, das ist die Ausnahme, deren Regel die Anwesenden hier bestätigen können“, erklärte Loring Sittler, Leiter des Generali Zukunftsfonds und Autor des Buches „Wir brauchen Euch“, in seiner Festrede. Der Träger des Otto-Mühlschlegel-Preises für Engagement zugunsten Älterer betonte die große demografische Herausforderung für eine alternde Gesellschaft und die Notwendigkeit, innovative Lösungen zu finden: „Auch hier in Aachen und anderswo gibt es hoffnungsvolle Ansätze. Liebe Öcher Frönnde: Verfolgt Eure Ziele weiterhin, aber mit Macht, und macht es bundesweit bekannt, was alles geht. Ihr seid ein großer Leuchtturm – strahlt weiter.“

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