„Öcher Comedy Night“: Tiefe Einblicke und ein Training für die Lachmuskeln

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
13184495.jpg
Es darf gelacht werden: Stargeiger Krenne Aymans und seine Mitstreiter von Grautvornix waren gerne mit von der Partie. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gleich zwei Mal erhielt Peter Jumpertz an diesem Abend die Bestätigung des Publikums. Das erste Mal kurz vor der Premiere der ersten „Öcher Comedy Night“ zugunsten des Vereins „breakfast 4 kids“. Das zweite Mal nach dem grandiosen Programm, in dem die Öcher Künstler nicht nur die Lachmuskeln strapazierten, sondern auch mit feinsten Kabarett-Einlagen das lokale Geschehen von der satirischen Perspektive her betrachteten.

Jumpertz, der die Idee zur „Comedy Night“ hatte, stand in den Sekunden kurz vor Beginn der Veranstaltung ein wenig nervös am Bühnenrand in der proppenvollen Kappertzhölle. Kommt die Idee wirklich gut an? Doch jegliche Nervosität löste sich komplett auf und wich einer ausgelassenen Stimmung. Das Publikum war in bester Laune und genoss die erste „Öcher Comedy Night“ in vollen Zügen.

Den Auftakt machte Liza Kos, die, bevor sie über das Leben und die Vorurteile in Russland berichtete, sich erstmal entscheiden musste, wer von ihren drei Frauen-Charakteren, die in ihr wohnen, denn nun zum Vorschein kommen sollte. Und so entschied sie sich kurzerhand für einen Partyabend mit einer volltrunkenen Russin, einer ebenfalls gut angeheiterten Deutschen und einer nüchternen Türken, die die illustre Truppe sicher nach Hause fuhr.

Partyabende waren auch für Udo Wolff kein Fremdwort, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise. Als Vater von drei Mädchen ist man jeden Tag mit den teilweise wirren Inhalten eines Teenagerlebens konfrontiert. „Meine Töchter kennen das Ende unseres großen Gartens nur von Erzählungen her, denn es gibt ein Problem: Kein WLAN-Empfang hinter der Terrasse“, witzelte Wolff. Nickende Mütter und Väter im Publikum stimmten ihm lachend zu – die Teenager-Phase ist eben nicht ganz einfach auszuhalten.

Nachdem Wolff die Bühne verließ, wurde das Licht gedämmt und die Musik voll aufgedreht. Tänzerin Lazara holte mit ihrer Tanzgruppe „A todo ritmo“ brasilianisches Flair in die Kappertzhölle und die Tänzerinnen ließen die Hüften kreisen und animierten mit Zumba-Choreografien die Zuschauer zum Aufstehen und Mitmachen.

„Rette sich, wer kann!“

Die kleine tänzerische Pause durfte allerdings nicht zu sehr ausarten, denn klar, Spaß musste an diesem Abend sein. Aber: „Wir haben Pläne, Maßnahmen und Konzepte für eine mögliche Evakuierung“, betonte „Hoppla, das Duo“ und ergänzte: „Zuerst werden die Pferde gerettet, dann die Thouet-Mundart-Preisträger und für den Rest gilt dann: Rette sich, wer kann! Und mit Blick auf Tihange gilt: Für die kommenden Generationen ist Aachen dann nur noch als Ausgrabungsstätte interessant und Jod-Tabletten werden beim Rosenmontagszug in die Menge geworfen.“

„Menge“ war ein gutes Stichwort, denn die Menge war von der ersten „Öcher Comedy Night“ begeistert und würdigte die auftretenden Akteure mit langem Applaus. Und Achim Monnartz, Vorsitzender von „breakfast 4 kids“, freute sich gemeinsam mit Peter Jumpertz, dass durch den Verkauf der Karten die 782 Kinder aus Aachen und der Region weiterhin mit einem gesunden Frühstück versorgt werden können.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert