Öcher Blues und der Blick aufs Jubiläum

Von: Gerd Simons
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Tolles Wetter, tolle Stimmung, tolle Bands: Das Publikum genoss sichtlich das 19. Frankenberger Open-Air. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „He got the blues!” Diese Aussage ist die beste Umschreibung des fulminanten und atmosphärischen Auftritts des Öcher-Platt-Bluesers Dieter Kaspari.

Verstärkt durch seine Freunde Franz Brandt (Tasten), Charly Büchel (Gitarre) und Uwe Böttcher (Geige) hat er eindrucksvoll bewiesen, dass sein Blues auch akustisch, also ohne Stromgitarren, wunderbar funktioniert.

Viele alte Weggefährten von Dieter Kaspari, der seit mehr als vierzig Jahren auf der Bühne steht, waren zum diesjährigen „Frankenberger Open-Air” gekommen, und waren Augen- und Ohrenzeugen seiner Reise durch die eigene Vergangenheit und durch seine Heimatstadt Aachen. Seine realen Texte erzählen seine eigene Geschichte und Geschichten, die er in Aachen erlebt hat.

Der Aachener Kabarettist Wendelin Haverkamp war begeistert von Kaspari und seiner Band: „Ich finde ihn und sein Spiel klasse. Das Feeling das Dieter Kaspari hat, kann man nicht erfinden und erlernen. Er hat ein Riesenherz und einen dicken Bauch - den braucht er ja auch für den Blues.”

Dieter Kaspari ließ keines seiner musikalischen Kleinode aus. Akzente setzen konnte auch „Geiger” Uwe Boettcher, der mit seinen virtuosen Einsätzen die Kompositionen von Dieter Kaspari krönte.

Eine eindrucksvolle Visitenkarte hatten schon vorher „Mafish” abgegeben. Der Vierer um Ralf Moß rockte den Park nach allen Regeln der Kunst. Rund zwei Stunden spielten sie sich kreuz und quer durch ihr Programm und brachten damit nicht nur das Publikum zum Schwitzen.

„Bei Live-Konzerten und körperlicher Anstrengung öffnen sich automatisch meine Poren, aber hier auf der Bühne waren es gefühlte 300 Grad. Ein unglaubliches Erlebnis”, grinste der beruflich als Sozialarbeiter tätige Moß.

Die Band „Mafish” nutzte die Gunst der Stunde und stellte vier Songs ihrer neuen CD vor, die im September 2009 erscheinen wird.

Den Abschluss bildete der Auftritt von Vicky Vomit und seinen „Misanthropischen Jazz-Schatullen”. Seit rund zehn Jahren tritt Vomit mit seinem Comedy-Rock in der Rock-Kneipe Schlüsselloch auf. Herbert Senden, Veranstalter des Frankenberg Open-Airs, präsentierte den Thüringer erstmals in Aachen mit seiner Band.

Musikalisch „klauen” Vomit und Co. schamlos in der gesamten Musikbranche. So findet man das Solo von „Sultans of Swing” oder diverse Breaks von Deep Purple wieder. Der schnörkellose Rock und die deutschen Texte kamen bei den Öcher Livemusikfans gut an.

Rockmäzen Herbert Senden war mit der 19. Auflage seines Festivals zufrieden: „Tolles Wetter, gute Bands, ein guter Sound und viele Besucher, die mit Kind und Kegel in den Park gekommen sind - dass macht doch Lust auf das Jubiläumsfestival im kommenden Jahr.”
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