Aachen - Öcher Bend: Von Aprés Ski bis zur Gladiatoren-Schleuder

Öcher Bend: Von Aprés Ski bis zur Gladiatoren-Schleuder

Von: Daniel Gerhards
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Am Samstag startet der Bend: Peter Loosen, Kristina Wulf, Marion Gehlen und Rolf Lentzen (v. l.) drehen bereits eine Runde auf dem Karussell. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Vorfreude ist Peter Loosen anzusehen: „Man freut sich einfach, dass man nach dem langen Winter wieder rauskommt“, sagt der Vorsitzende des Schaustellerverbands. Der Autoscooter von Loosen steht schon bereit – genauso wie die anderen Fahr- und Laufgeschäfte, Essens- und Getränkebuden. Es wird auch höchste Zeit: Der Öcher Bend startet am Samstag um 14 Uhr.

17 Tage lang geht es dann rund auf dem „größten Volksfest in der Euregio“. 120 Schausteller sorgen auf dem 40 000 Quadratmeter großen Platz für eine Menge Attraktionen. Mit dabei sind auch einige neue Fahrgeschäfte: Der „Gladiator“ ist eine „Weltneuheit, die erst seit dem vergangenen Jahr existiert“, sagt Bend-Manager Peter Krings. In zwei Gondeln mit „Doppelrotation“ sitzend werden die Passagiere 62 Meter hoch geschleudert. Ebenfalls hoch hinaus geht es mit dem „Europa-Rad“. Auf dem mit 55 Meter Höhe größten transportablen Riesenrad der Welt mit offenen Gondeln geht es dafür aber wesentlich gemächlicher zu – dort heißt es: den Blick genießen.

Schutz vor Wind und Regen

Das Laufgeschäft „die große Geisterbahn“ lädt in neuem Outfit zum Gruseln ein. Ebenfalls erschreckend ist das „Magic House“. Im Laufgeschäft „Aprés Ski Party“ muss man dagegen viele verrückte Hindernisse überwinden und aus einem Glasirrgarten herausfinden.

Loosen und die anderen Schausteller schicken zwar noch keine Stoßgebete gen Himmel – aber auf trockenes sonniges Wetter hoffen alle, die auf dem Bend aktiv sind. „Aber am Wetter können wir ja doch nichts ändern“, sagt Loosen. Deshalb bleibt er auch ganz entspannt: „Ich gucke nicht ständig auf den Wetterbericht.“ Krings erklärt, dass man bei der Organisation des Oster-Bends durchaus schlechtes Wetter einkalkuliert hat. „Die Gastronomie hat sich auf die Jahreszeit eingestellt. 80 Prozent der Plätze sind überdacht und windgeschützt“, sagt Krings. Alwin Fiebus, der seit 33 Jahren auf dem Bend dabei ist, hat eine ganz neue, rustikal eingerichtete Hütte mit innenliegenden Sitzgelegenheiten für seine Alt-Aachener-Waffelbäckerei gebaut.

In Sachen Anreise appelliert Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf an alle Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. „Es ist sinnvoll mit dem ÖPNV zu kommen“, sagt sie. Denn der Parkplatz auf dem Gelände der Deutschen Bahn am Westbahnhof kann wegen Bauarbeiten nicht genutzt werden. Dafür gibt es 150 bis 200 Parkplätze auf dem Schenker-Gelände an der Süsterfeldstraße. Das sind weit weniger als auf dem Bahn-Gelände.

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Ungemütlich wurde es bisher lediglich beim Aufbau des Bends: Die ersten Schausteller begannen bereits vor zwei Wochen mit der Arbeit. Doch da war es noch so kalt, dass die Arbeit zur Qual wurde. „Da konnte man sich morgens gar nicht duschen, weil das Wasser eingefroren war“, sagt Krings. Und trotzdem: „Das Fahrgeschäft aufzubauen ist eigentlich das Leichteste“, sagt Loosen. Aufwendig ist auch die Erstellung eines Sicherheitskonzepts, die Auswahl der richtigen Schausteller, die Werbung und der Umgang mit den Behörden. Das regelt der Eurogress als mitverantwortlicher Organisator.

Der Aufwand muss sich lohnen

Peter Loosen hofft, dass sich all der Aufwand am Ende lohnt. „Ich bin überzeugt, wenn wir am Ende einen Strich drunter machen, können wir sagen, dass es den Leuten gefallen hat“, sagt er. 250 000 Besucher erwarten die Veranstalter. Und unterm Strich hoffen die Schausteller auch auf gut gefüllte Kassen. „Nach dem langen Winter muss der Rubel wieder rollen“, sagt Loosen.

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