Aachen - Oberbürgermeister Philipp: Bushof ist eine Großbaustelle

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Oberbürgermeister Philipp: Bushof ist eine Großbaustelle

Von: Robert Esser
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Vorfahrt für das Kongresswesen: In Sachen Eurogress-Erweiterung kommt auch das neue Kurhaus wieder in die Diskussion. Foto: Michael Jaspers
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Sportpark Soers: Wo findet sich Platz für eine moderne Sporthalle? Foto: Michael Jaspers
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Städtebauliche Herausforderung: Wie sollen Bushof und Umgebung in den kommenden Jahren entwickelt werden? Foto: Michael Jaspers

Aachen. Damit der Betonbolide Bushof der Stadt nicht länger wie ein Klotz am Bein hängt, will Oberbürgermeister Marcel Philipp neuen Schwung in die Stadtentwicklung bringen. Diesen städtebaulichen Schwerpunkt hat der OB am Donnerstag bei der Vorstellung zentraler Themen für das Jahr 2018 beim Neujahrsempfang und traditionellen Handwerker-Frühstück im Rathaus vorgestellt.

Seine grundsätzliche frohe Botschaft zum Start des neuen Jahres: „Wir sind objektiv gesehen bei uns in Aachen in einer richtig guten Lage.“ Festmachen könne man dies vor allem am vorläufigen Haushaltsergebnis des abgelaufenen Jahres. Denn eigentlich hatte die Stadt Aachen mit einem so genannten Eigenkapitalverzehr – also einem Defizit – von circa 30 Millionen Euro für 2017 kalkuliert. Auch wenn das exakte Ergebnis des Haushalts noch nicht vorliegt, verkündete der OB: „Wir werden wider Erwarten kein Defizit machen.“

Das Haushaltsergebnis 2017 stellt sich somit circa 30 Millionen Euro besser dar, als es die Planungen vorgesehen hatten. Einerseits habe vor allem der florierende Mittelstand mehr Gewerbesteuern ins Stadtsäckel gespült, andererseits verzeichne man – notgedrungen – bei der Stadtverwaltung geringere Personalkosten, weil Stellen nicht besetzt werden konnten. „Das ist ein Problem, das sich in den letzten zwei Jahren verstärkt hat“, erläuterte Philipp. Vor allem im Erziehungsbereich, aber auch für die Feuerwehr oder bei Ingenieuren fällt es den Kommunen ebenso wie der freien Wirtschaft immer schwerer, geeignetes Personal zu finden.

Das Kurhaus wieder im Visier

Planungsaufgaben gibt es zuhauf: Der Bau einer riesigen Mehrzweckhalle – für Konzerte, Sport und Kongresse – ist vom Tisch. Philipp favorisiert eine „Dreier-Lösung“: Für das Kongresswesen und die Erweiterung des Eurogress nimmt man das Kurhaus an der Monheimsallee ins Visier – zumal das Spielcasino am sogenannten „Ausweichstandort“ Tivoli mittlerweile überraschend hohe Erträge erwirtschafte. Die jüngste Abgabe an die Stadt war mit rund einer Million Euro etwa 200.000 Euro höher als erwartet.

Als Standort für eine neue Sporthalle kommt indes der Sportpark Soers, direkt neben dem Tivoli, in Betracht. Dort könnte unter anderem auch Erstliga-Volleyball eine neue Heimat finden. Welchen finanziellen Anteil daran die öffentliche Hand stemmen kann, ist aber noch unklar. Der Aachen-Laurensberger Rennverein hingegen ist wohl finanzstark genug, um anstelle der betagten Albert-Vahle-Halle eine zeitgemäße Arena zu bauen. Das wäre dann das dritte Projekt.

Und was tut sich rund um den Bushof? „Das ist eine Großbaustelle“, räumte der OB ein. „Wir müssen uns fragen: Wie sieht der Busverkehr, wie sieht ein ÖPNV-Netz in Aachen in zehn Jahren aus? Welche Flächen werden benötigt?“, sagte Philipp.

Die gleiche Frage müsse man sich aber auch in anderen Bereichen stellen: Wie entwickelt sich die Volkshochschule weiter, wie verändert sich eine städtische Bibliothek in Zeiten des digitalen Wandels? „Hochkomplexe Fragen und Themen, die alle ineinandergreifen.“ Hier werde man weiter konstruktiv an zukunftsfähigen Antworten arbeiten. Gleiches gelte für die Überplanung des Büchel-Quartiers. „Wenn wir können, sollten wir das Rotlichtviertel auslagern – mindestens mittelfristig“, wiederholte der OB seine Worte, die er im Vorjahr an gleicher Stelle gesagt hatte.

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