Aachen - OB Philipp : „Investitionen nicht in Frage stellen“

OB Philipp : „Investitionen nicht in Frage stellen“

Von: Albrecht Peltzer
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Traditioneller Neujahrsempfang von Stadt Aachen und Kreishandwerkerschaft im Rathaus (v.l.n.r.): Hans Hansen (stellvertretender Obermeister der Schornsteinfeger-Innung), Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, Kreishandwerksmeister Herbert May, Oberbürgermeister Marcel Philipp und Dieter Eschweiler (Obermeister der Schornsteinfeger-Innung). Foto: Harald Krömer

Aachen. Mit „Sorge“ beobachtet Oberbürgermeister Marcel die Stimmungslage in Aachen, wenn es darum geht, größere Projekte anzuschieben. Beim traditionellen Neujahrsfrühstück mit der Kreishandwerkerschaft appellierte Philipp daran, die erheblichen Probleme von Projekten wie Berliner Flughafen oder Stuttgarter Bahnhof nicht auf Vorhaben zu übertragen, die derzeit in Achen angegangen werden.

 Eine Grundhaltung nach dem Motto „so etwas scheitert ja doch“ sei nicht hilfreich, wenn man in die Zukunft investieren wolle. Konkret bezogen auf die Campusbahn warb der OB dafür, dass sich die Aachener umfassend über das Thema informieren. Die Stadt ihrerseits werde alles tun, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Bürgerentscheid am 10. März auf Grundlage umfangreicher Kenntnisse über die Campusbahn gefällt werde. „Und wenn dann eine Mehrheit der Aachener sagt, wir wollen die Bahn nicht, müssen und werden wir das akzeptieren“, so der OB. Allerdings müsse man sich darüber im Klaren sein, dass eine Entwicklung des ÖPNV unumgänglich sei. „Und es ist unwahrscheinlich, dass das ohne Schiene wesentlich billiger wird.“

Als einen Schwerpunkt für die politische Arbeit im Jahre 2013 nannte Philipp den Komplex Familie. In Sachen Kinderbetreuung sei die Stadt auf einem guten Weg, schon jetzt stehe fest, dass man bei der Bereitstellung von U3-Plätzen die Vorgabe von 35 Prozent noch übertreffen werde. Auch hier seien in Zukunft zahlreiche Investitionen in Infrastruktur und Personal notwendig. Alleine der Bereich Hilfen zur Erziehung – Heimplätze für Kinder und Jugendliche, Familienhilfe, ambulante Sozialarbeit etc. – habe einen Kostenbedarf von 33 Millionen Euro im Jahr. Handlungsbedarf sieht der OB bei der sogenannten „Familienzeitpolitik“. Das Angebot an Kinderbetreuung müsse zeitlich flexibler werden, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf „dem realen Leben anzupassen“.

Bei der Schaffung und der Sicherung bestehender Arbeitsplätze setzt die Stadt vor allem auch auf die Zugkraft der Hochschulen. „Die geben richtig Gas“, sagte Philipp auch mit Hinblick auf das ambitionierte Campus-Projekt. „Das läuft richtig gut, auch wenn man baulich davon auf den ersten Blick nicht so viel sieht.“ Optimismus versprühte der OB auch bei der Frage, wie es um die Zukunft von Bombardier in Aachen bestellt sei. Gerade in Verbindung mit dem Bereich Elektromobilität könnte der Standort Jülicher Straße Zukunft haben.

Das Jahr 2013, so Philipp, sollten die Aachener mit positiver Stimmung angehen. Die Eröffnung des Centre Charlemagne am Katschhof und der Nadelfabrik am Reichsweg seien gute Signale, der Bau der Kaiserplatz-Galerie werde begonnen. „Die Aussichten für 2013 sind nicht schlecht“, so Philipp, „wir sollten selbstbewusst sein, dass wir gemeinsam viel erreichen können.“

An das Gemeinschaftsgefühl appellierte auch Kreishandwerksmeister Herbert May. Das Handwerk sei nach wie vor das Rückgrat der Wirtschaftsregion Aachen „Von daher sollten die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung ihren Blick nicht nur immer auf das Wohl einzelner Großbetriebe legen, sondern sich auch um die Belange des Mittelstandes kümmern.

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