OB Philipp: „Da müssen wir dieses Jahr ran“

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In den kommenden Jahren soll rund um das abzureißende Parkhaus Büchel eine komplett neue Einkaufs- und Wohnlandschaft entstehen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. In nicht gekannter Deutlichkeit hat Oberbürgermeister Marcel Philipp am Donnerstag die Auslagerung des kompletten Rotlichtbezirks aus dem Büchel-Quartier thematisiert. „Wenn man das jetzt angeht, würde dies ein Risiko für die zeitlichen Abläufe bei der Überplanung des Viertels bedeuten“, sagte er beim Neujahrsempfang im Rathaus.

Die Auslagerung der Prostitutionsbetriebe müsse man „mittelfristig in Angriff nehmen“, erklärte er. In den kommenden Jahren soll rund um das abzureißende Parkhaus Büchel eine komplett neue Einkaufs- und Wohnlandschaft entstehen. Die derzeitigen Pläne sehen noch eine Art „Laufhaus“ anstelle der jetzigen Antoniusstraße vor.

In der Debatte um eine große neue Multifunktionshalle konkretisierte Philipp frühere Aussagen. Finanziell sei eine große Halle für alle Ansprüche – Kongresswesen, Sport und Events – nicht zu stemmen. Deswegen plane man im Schulterschluss mit der Städteregion drei verschiedene Standorte für die drei Anforderungsprofile.

Das Thema Sport werde dabei sicher im Sportpark Soers bleiben. Über die Zukunft der Albert-Vahle-Halle will die Stadt mit dem Aachen-Laurensberger Rennverein sprechen. Das Kongresswesen wird sicher bei der Entwicklung des Campus West – „da müssen wir dieses Jahr ran“ – eine entscheidende Rolle spielen.

Eine unüberhörbare Rüge Richtung Kommunalpolitik formulierte Philipp indes bei einem ganz anderen Thema: „Mich ärgert die Empörungskultur Richtung Stadtverwaltung“, sagte er im Hinblick auf den Ärger um Blumenkübel und Radständer vor Geschäften in der Innenstadt.

Hier hatte die Stadt vergangenes Jahr vermehrt Verbote ausgesprochen und Sondernutzungsgebühren verlangt – was viel Kritik auslöste. Die Politik könne die Satzung jederzeit ändern, die Verwaltung halte sich nur an Vorschriften, betonte der OB – jedoch ließe die notwendige politische Debatte über eine neue Straßensatzung auf sich warten...

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