Nur zwei Sprayer stören die gute Rosenmontagsbilanz

Von: red
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Nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz zur Weihnachtsmarktzeit war das bestehende Sicherheitskonzept aus den vergangenen Jahren überarbeitet worden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Auch in diesem Jahr hat der Rosenmontagszug zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf Aachens Plätze und Straßen gelockt. Das städtische Ordnungsamt war mit einem Großaufgebot von Ordnungskräften im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf dieses Höhepunktes der Open-Air-Karnevalsession zu ermöglichen. Am Dienstag wurde Bilanz gezogen.

Nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz zur Weihnachtsmarktzeit war das bestehende Sicherheitskonzept aus den vergangenen Jahren überarbeitet worden. In Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr wurden Fahrzeugsperren als Zufahrtsblockade eingerichtet. Silke Ulrich, beim städtischen Ordnungsamt Ansprechpartnerin für Sicherheitskonzepte bei die Großveranstaltungen, zeigte sich am Abend des Rosenmontags zufrieden und lobte das gute Zusammenspiel aller beteiligten Institutionen und Behörden.

Die Statistik der Kontrollen des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes zeigte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Einsätze für den Rosenmontag auf. Vom so genannten Wildurinieren über alkoholisierte oder rauchende Minderjährige fanden sich diverse Einsätze in der Statistik wieder. Ein zwischenzeitlich vermisstes Kind im Alter von fünf Jahren konnte glücklicherweise schnell gefunden werden. Eine zugelaufene französische Bulldogge wurde ins Tierheim gebracht.

Im Rahmen der Amtshilfe für das Veterinäramt der Städteregion Aachen musste eine Pferdekutsche noch vor Zugbeginn aus dem Verkehr gezogen werden. Unschöne Situationen wie die Sicherstellung eines Einhandmessers bei einem Jugendlichen oder Widerstand gegen eine Vollzugsdienstkraft des Ordnungsamts blieben in diesem Jahr am Rosenmontag Einzelfälle.

Der Einsatzleiter des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes, Christoph Kandler, zog am Montagabend insgesamt eine positive Bilanz. Er zeigte sich erfreut über die Tatsache, dass sehr viele Besucher des Rosenmontagszuges die Vollzugskräfte des Ordnungsamtes auch angesprochen und sich für die gute Arbeit bedankt haben.

Der Rosenmontag war noch nicht richtig vorbei, als eine Fußstreife der Bundespolizei um 0.45 Uhr im Bereich des Bahnviadukts, an der Kurbrunnenstraße, den Geruch frischer Farbe wahrnahm. An einem dort stehenden Mehrfamilienhaus wurde ein frisches, etwa sieben Quadratmeter großes Graffito, in schwarzer Farbe festgestellt. Gleichzeitig bemerkten die Beamten eine Person, welche sich zu Fuß entfernte.

Nach Aufforderung durch die Streife wies sich ein 32-Jähriger aus. Er führte einen Stoffbeutel mit sich. In diesem befanden sich insgesamt vier Spraydosen, verschiedene Spraydosenköpfe, sowie ein Permanentmarker. Bei der Suche nach weiteren Graffiti wurde hinter einem Wandvorsprung eine weitere, 31-jährige Person entdeckt, die sich versteckt hatte.

Diese führte ebenfalls einen Beutel mit sich und hielt noch eine Spraydose in der Hand. An der rechten Hauswand des Mehrfamilienhauses wurde ein weiteres frisches mehrfarbiges Graffito auf drei Quadratmetern festgestellt. Es bestand aus den Buchstaben „DT“ in mehreren Grüntönen mit schwarzen Schattierungen. Bei der Durchsuchung des älteren Beschuldigten wurde zudem ein Verschlusstütchen mit psychogenen Pilzen aufgefunden und sichergestellt.

Da die Sachbeschädigung an einem privaten Gebäude außerhalb der Bahnanlagen entstand, wurde die beiden Personen sowie die aufgefundenen Beweismittel zur abschließenden Bearbeitung an die Landespolizei in Aachen übergeben

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