Aachen - Nur ums Eis einen Bogen gemacht

Nur ums Eis einen Bogen gemacht

Von: André Schaefer
Letzte Aktualisierung:
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Lebendiger Sicherheitsriegel: Die Muskelpakete des Football-Teams „Aachen Vampires” sorgten für einen prima Start. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Kleidung der Läufer sagte eigentlich alles über den Lauf selbst aus. Manche Startnummern konnten vor lauter Schmutz schon gar nicht mehr abgelesen werden. Der guten Atmosphäre tat die schlammige Strecke bei unangenehm nasskaltem Wetter allerdings keinen Abbruch.

Die 48. Auflage des ATG-Winterlaufs sorgte am Sonntag bei 2500 Lauffreudigen erneut für reichlich gute Stimmung rund um den Chorusberg.

Dabei entpuppte sich „der Aachener Lauf schlechthin” - wie viele zu sagen pflegen - in diesem Jahr als besondere Herausforderung, sowohl für die Läufer als auch für die Organisatoren. So hatte man kurzerhand in den Morgenstunden die 18 Kilometer lange Strecke um etwas mehr als 500 Meter verkürzt.

Grund waren einige Eisplatten auf dem Waldweg in Venwegen. „Da wir im Wald nicht streuen dürfen, haben wir diesen kurzen Teil der Strecke über die Straße umgeleitet. Das war für alle Beteiligten sicher die beste Lösung”, erklärte Organisator Günter Drießen von der Aachener Turngemeinschaft.

Keine allzu ruhige Nacht gehabt

Glatt war es an einigen Stellen trotzdem, Bestzeiten ermöglichten die Witterungsverhältnisse in diesem Jahr nicht. „Da musste man an einigen Stellen echt aufpassen, dass man sich nicht hinlegt”, fand auch Fahd Mellouk, der lange Zeit das Feld anführte und als Zweitplatzierter ins Ziel kam.

„Wichtig ist, dass sich niemand auf dem teils glatten Untergrund verletzt hat”, sagte ein erleichterter Günter Drießen, der angesichts der besonderen wetterbedingten Umstände keine allzu ruhige Nacht hatte.

Dennoch: Am Ende herrschte bei allen Zufriedenheit, auch bei den 2500 Läufern. Mag der eine oder andere die letzten Meter ob der großen Anstrengung mit schmerzverzerrtem Gesicht bewältigt haben, so folgte kurz nach dem Überqueren der Ziellinie doch meist ein glückliches Lächeln. Besonders strahlen konnte bei den Männern der Marokkaner Abdelhadi El Hachimi, der bei seiner ersten ATG-Teilnahme als Sieger hervorging.

Präsente für alle

Bei den Frauen schaffte es Nina Kunz auf das oberste Siegertreppchen. Präsente gab es im Übrigen für alle Teilnehmer: Passend zur Jahreszeit wartete auf jeden einzelnen eine warme Wintermütze sowie ein Printenmännchen zur Stärkung.

Abseits der Strecke war die große Laufveranstaltung der ATG wie schon in den vergangenen Jahren ein echter Volltreffer. Der Bustransport der Läufer vom Chorusberg hin zum Start ins Vichtbachtal verlief reibungslos. Auch die Verpflegungsstationen der Lebenshilfe Aachen sowie die Helfer an der Bahnhofsvision in Kornelimünster waren bestens vorbereitet.

Apropos Vorbereitung: Damit der Start problemlos über die Bühne gehen konnte, sorgte das Herren-Football-Team der „Aachen Vampires” für Recht und Ordnung. Über 20 Muskelpakete markierten die lebendige Startlinie. „Das hat auch nicht jeder Volkslauf zu bieten”, betonte Organisator Drießen.
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