Nur neun Quadratmeter: Kunst und Handwerk in den ALRV-Ställen

Von: David Grzeschik
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Ungewöhnlicher, aber durchaus reizvoller Ort zur Präsentation von Kunst und Handwerk: die Stallungen des Aachen-Laurensberger Rennvereins in der Soers. Foto: Andreas Herrmann
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Wie aufgespießt: Dieser Künstler setzt auf filigrane Arbeiten. Foto: Andreas Herrmann
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Organisation Monica Nesseler (links) ---eigentlich wollte sie gar nicht abgelichtet werden...
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Schmuck und Perlen... von Verena Kaus aus Aachen
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Schmuck und Perlen... von Verena Kaus aus Aachen
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Aachen. Auf neun Quadratmetern auszustellen, ist durchaus eine Herausforderung. Aber im Grunde genommen sei man es als Kunsthandwerker gar nicht anders gewohnt, sagt Monica Nesseler. Die Kettenmacherin ist Veranstalterin des Kunsthandwerkermarktes „Kunst und Handwerk im Stall“ (KuH), der an diesem Wochenende zum nunmehr zwölften Mal stattfand.

Dabei zog es die Aussteller, die Nesseler in diesem Jahr gewinnen konnte, wieder in die Ställe des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Und in so einem Pferdestall ist Platz ein rares Gut. Die Boxen messen nämlich nur drei Meter in der Länge und drei in der Breite. Warum Nesselers Wahl einst ausgerechnet auf die Pferdeställe fiel? „Wir haben hier eine in Aachen sehr positiv besetzte Lokalität, die zudem viele Aussteller unterzubringen weiß“, erklärt die Veranstalterin.

Große Bandbreite

Viele Aussteller konnten für „KuH im Stall“ auch in diesem Jahr wieder gewonnen werden. Genau genommen waren es 80, die zu einem größeren Teil aus der Region, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands, den Niederlanden, Frankreich und anderen Ländern angereist waren. Von Malerei-, Keramik-, Schmuck-, Textil- und Holzobjekten bis hin zu Bekleidung bot sich Besuchern die volle Bandbreite. Zu den Teilnehmern, die den Weg in diesem Jahr in die Soers fanden, gehört unter anderem Anne Wagner.

Sie ist Goldschmiedemeisterin und kommt aus Rheinland-Pfalz. Wagner entwirft vornehmlich hochwertigen Schmuck mit besonderen Steinen und fertigt diesen auch selbst an. Sie war schon öfter Teil von „KuH im Stall“ und weiß die Veranstaltung sehr zu schätzen. „Die Stimmung auf der Ausstellung ist genauso gut wie die Betreuung durch den Veranstalter“, sagt Wagner. Die gewählte Lokalität spricht ihr nicht zuletzt auch persönlich zu: Wagner reitet selbst.

Zweifellos liegen die meisten der angebotenen Produkte bei „KuH im Stall“ im höheren Preissegment. Gerade das ist aber ein Aspekt, der Veranstalterin Monica Nesseler besonders am Herzen liegt. „Die Leute sollen verstehen, dass besondere Kunst, wie wir sie machen, nur fortbestehen kann, wenn sie auch gekauft wird“, so die Kettenmacherin, die ebenfalls mit einem eigenen Stand vertreten ist. Qualität gebe es nicht kostenlos.

Es kommt nicht auf die Masse an

Über mangelnden Besucherandrang kann sich Nesseler unterdessen nicht beschweren: Immerhin hatten in den letzten Jahren immer wieder rund 3000 Menschen den Weg zu „KuH im Stall“ gefunden. Doch auf die bloße Quantität kommt es Monica Nesseler wie auch den anderen Ausstellern weniger an. „Für mich ist am Ende des Tages vor allem entscheidend, dass der Großteil der Aussteller zufrieden ist“, so die Veranstalterin.

Nach dieser erfolgreichen, zwölften Auflage ist mit großer Sicherheit davon auszugehen, dass das Ziel für alle Beteiligten erreicht wurde.

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