Aachen - Normaluhr sieht erst mal schweren Zeiten entgegen

Normaluhr sieht erst mal schweren Zeiten entgegen

Von: Robert Esser
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Und tschüss: Radfahrer sollen
Und tschüss: Radfahrer sollen an der Normaluhr künftig auf der Straße fahren. Foto: Michael Jaspers

Aachen. In nächster Zeit herrscht an der Normaluhr Ausnahmezustand. Und für Radfahrer bricht eine neue Ära an. Im Kreuzungsbereich und entlang der Wilhelmstraße (auch bergab) werden sogenannte Radfahrschutzstreifen mit einer Breite von 1,25 bis 1,50 Meter und Radfahrstreifen zwischen 1,75 und 1,85 Metern angelegt.

„Dies bedeutet mehr Sicherheit für Radfahrer, denn 60 bis 70 Prozent der Unfälle mit Radfahrern geschehen an Stellen, an denen der Radweg im Fußgängerbereich angelegt ist”, teilt das städtische Presseamt mit. Autofahrer dürfen gestrichelte Schutzstreifen, so lange kein Radler gefährdet wird, überfahren - nicht aber durchgezogene Radfahrstreifen. Wenn neben Radmarkierungen Parkplätze am Straßenrand liegen, kommt ein zusätzlicher Sicherheitsabstand von 25 bis 50 Zentimetern Breite hinzu.

Damit weiterhin zwei Spuren in jede Richtung für den motorisierten Verkehr erhalten bleiben, verkleinert man teilweise den Gehsteig. Damit wählen Politik und Verwaltung an der Normaluhr durch die im Vergleich zu Radwegen schmaleren Schutzstreifen eine Variante, die - im Unterschied zur Junkerstraße - nicht auf Kosten des Verkehrsflusses geht. An der Junkerstraße soll bergauf demnächst eine ganze Fahrspur den Radwegen (je 1,75 Meter) geopfert werden.

Bevor in den Herbstferien die letzten Markierungsarbeiten erledigt werden, fallen schon ab kommendem Montag umfangreiche Straßenbaumaßnahmen an - was über Wochen zur Sperrung mehrerer Fahrspuren am Nadelöhr Normaluhr führt. Zunächst erneuert die Stadt die Busspur an der Kasinostraße mit stabilem Fließbeton, eine Woche später folgt die Sanierung der Haltestelle an der Römerstraße vor der Landeszentralbank. Zeitgleich beginnt der Umbau des Gehwegs an der Römerstraße.

Dort fallen Parkplätze weg, die dann an der Hackländerstraße neu gebaut werden. Die Mittelinsel in der Kurbrunnenstraße fällt weg, um Platz für Radfahrschutzstreifen auf der Fahrbahn zu schaffen. Zuvor kommt allerdings die Stawag zum Zuge: Ab 6. August will der Energieversorger an der Kurbrunnenstraße vor der Einmündung Zollernstraße in Richtung Viadukt den Kanal auf einer Länge von 50 Metern modernisieren - mit Behinderungen für den Verkehr für rund fünf Wochen.

Die Stadt betont, man orientiere sich bei der Breite der Markierungen an den aktualisierten „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen” des Bundesverkehrsministeriums. Diese erlauben in Sonderfällen allerdings auch Abweichungen - etwa wenn der Verkehrsfluss nach Ummarkierungen leidet.
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