Norbert Plum und die „Ehre, die Stadt zu vertreten“

Von: alp
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Personalkarussell: Norbert Plum (Bild) soll Nachfolger von Björn Jansen im Amt des Bürgermeisters werden. Foto: Michael Jaspers
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Personalkarussell: Norbert Plum soll Nachfolger von Björn Jansen (Bild) im Amt des Bürgermeisters werden.
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Jansens Sitz im Stadtrat geht an Sevgi Sakar (Bild).

Aachen. Natürlich: Bürgermeister sein bedeutet weitaus mehr, als Präsentkörbe zu Jubilaren zu schleppen. Aber: Auch das gehört dazu. Und Norbert Plum will das genauso ernst nehmen wie seine künftigen anderen Aufgaben als Bürgermeister von Aachen: repräsentieren, Ansprechpartner für die Bürger sein. Der 60-jährige Sozialdemokrat soll vom Rat voraussichtlich im September zum Bürgermeister gewählt werden.

Dass es eine breite Mehrheit gibt, daran besteht kein Zweifel. Und so darf Plum auch schon Wochen vorher sagen: „Es ist eine Ehre für mich, die Stadt zu vertreten.“

Das Personalkarussell dreht sich bei der SPD. Nötig macht das der Rückzug von Björn Jansen (37) aus dem Rat. Jansen wird zum 1. Oktober neuer Geschäftsführer der Kur- und Badegesellschaft (Kuba) und damit in erster Linie Chef der Carolus Thermen. Jansen war elf Jahre im Rat, sechs davon neben Hilde Scheidt (Grüne) und Margrethe Schmeer (CDU) als Bürgermeister.

Es ist gute Sitte bei der Aachener SPD, dass die potenziellen Bürgermeister von der Partei und nicht von der Fraktion vorgeschlagen werden. Also hat der Vorstand die Lage gepeilt, wer denn so in Betracht komme. Die Wahl fiel auf Norbert Plum, laut Parteichef Karl Schultheis gab es mehrere Interessenten, aber keinen Gegenkandidaten. Plum gehe mit dem einstimmigen Votum der Genossen in die Wahl – die letztlich eine Formalie ist: Der SPD steht der Bürgermeisterposten zu, Koalitionspartner CDU steht hinter der Personalie.

Plums neue Aufgabe wird weitere personelle Konsequenzen in der SPD-Fraktion haben. So wird Plum zum Beispiel den stellvertretenden Fraktionsvorsitz niederlegen, um sich ganz dem Bürgermeisterposten widmen zu können. Laut Michael Servos steht das komplette neue Personaltableau auch fest – verkündet werde es aber erst, wenn die entsprechenden Wahlgänge über die Bühne gegangen seien.

Das neue Gesicht im Stadtrat heißt Sevgi Sakar. Die 38-Jährige rückt für Jansen ins Stadtparlament nach. Die gelernte Einzelhandelskauffrau steht aktuell kurz vor dem Abschluss ihres Jura-Studiums und freut sich absolut auf die Herausforderung.

Im Bezirk Panneschopp hat sie ihre politische Karriere begonnen, bei der letzten Wahl verpasste sie das Direktmandat um gerade einmal 18 Stimmen. „Wir sind sehr von ihr überzeugt“, sagte Karl Schultheis. Die SPD habe im Panneschopp wieder ein Gesicht. „Es ist wichtig, vor Ort Menschen zu haben, denen die Menschen vertrauen, die überzeugen“.

Der Parteivorsitzende sieht den „personellen Erneuerungsprozess“ der Aachener Sozialdemokraten auf „einem sehr guten Weg“. Sevgi Sakar sei ein Teil davon, wie auch Fraktionschef Michael Servos, der als Nachfolger von Heiner Höfken diese schwierige Aufgabe „souverän bewältigt“.

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