Aachen - „Nicht weniger, sondern mehr Anbindung”

„Nicht weniger, sondern mehr Anbindung”

Von: Sarah Sillius
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Wir dürfen es nicht zulassen, aus dem europäischen Verkehrsnetz herauszufallen”, sagt Karl Schultheis, Landtagsmitglied und wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD. Seine Ratsfraktion hat klare Forderungen, was die Anbindug der Stadt Aachen an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeht.

Schultheis: „Wir brauchen nicht weniger Anbindung, sondern mehr.” Gleichermaßen ärgert sich Michael Servos, verkehrspolitischer Sprecher der SPD, über die Pläne der Deutschen Bahn: „Der ICE 545 von Aachen nach Berlin soll zum Fahrplanwechsel im Dezember abgeschafft werden, obwohl die Fahrgastzahlen zufriedenstellend sind.” Die SPD fordert den Stadtrat daher auf, Gespräche mit der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium aufzunehmen. Wichtig sei auche eine bessere Anbindung an die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn.

Ferner soll sich die Stadtverwaltung gegenüber der Thalys-Betreibergesellschaft dafür einsetzen, dass ein Kontingent an reservierungsfreien Plätzen auf der Strecke Aachen-Köln erhalten bleibt. Eine Nachfrage unserer Zeitung hatte allerdings ergeben, dass die Möglichkeit, ohne Reservierung zuzusteigen, weiterhin bestehen wird.

Von Seiten der Fahrgäste habe die SPD gegenteilige Informationen erhalten und will deshalb auf Nummer sicher gehen. Ihre letzte Forderung: Der Standort Aachen muss im Rahmen des geplanten niederländischen IC-Netzes Hofdrailnet 2015 berücksichtigt werden können. Hierzu solle die Verwaltung Kontakt mit der Landesregierung aufnehmen und auch erneut auf die Bedeutung der Via Avantis hinweisen.

„Leider verzögert sich die Realisierung der Via Avantis bislang”, bedauert Karl Schultheis, denn: „Der Erfolg Aachens als Wissenschaftsregion hängt von der Anbindung an das Hochgeschindigkeitsnetz ab.” Der Landtagsabgeordnete geht davon aus, dass sich OB Marcel Philipp mit den Forderungen der SPD auseinandersetzen wird.

Schultheis und Servos wollen nicht nur die anderen Parteien mit ins Boot holen, sondern zum Beispiel auch die Campus GmbH, in deren Interesse eine Anbindung an das Hochgeschwindigkeitsnetz ebenfalls sein müsse.
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