Nicht nur in sportlicher Hinsicht ein Aushängeschild für die Stadt

Von: André Schaefer
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Feiern 150 Jahre ATG mit einer
Feiern 150 Jahre ATG mit einer Ausstellung: (von links) Günter Drießen (ATG), Heinz-Günter Güllig (Deutscher Turnerbund), Hubert Herpers (Sparkasse Aachen), Manfred Reisser und Birgitt Lahaye-Reiß (beide ATG) mit dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Schild. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Eine Sparkassen-Vorhalle kurzerhand in eine Turnhalle umzuwandeln, ist eine Kunst. Am Ende aber auch noch dafür zu sorgen, dass alles heil und ganz bleibt, sicher noch mehr.

So etwas schafft vielleicht nur die Aachener Turn-Gemeinde (ATG), die die Räume der Sparkasse am Elisenbrunnen nutzte, um das 150-jährige Vereinsbestehen zu feiern. Der Ort der Feier war sorgfältig ausgewählt. Denn bis 29. Mai präsentiert der Sportverein in der Kundenhalle seine Ausstellung anlässlich des runden Geburtstags. Auf die Besucher wartet ein historischer Blick in die Vergangenheit rund ums Vereinsleben am Chorusberg.

„Wir haben quasi unser komplettes Archiv geplündert”, verrät Günter Drießen, Leiter der Leichtathletik-Abteilung und Organisator der Ausstellung. Bilder, Presseberichte, alte Sportklamotten und besonders die originale Gründungsfahne von 1862 bestücken die derzeitige Ausstellung.

Der Blick zurück lohnt sich. Angefangen hatte alles am 13. Januar 1862 mit 25 jungen Männern, die mit ihrer Vereinsgründung das erste Kapitel einer langen und erfolgreichen Geschichte schrieben. Mehrere Abteilungen wurden gegründet, nicht alle hielten sich bis heute. Doch immer wieder gingen erfolgreiche Sportler aus der ATG hervor, die sich in der Vergangenheit vermehrt auch außerhalb der Aachener Grenzen einen Namen gemacht haben.

Für „Geselligkeit und Familienfreundlichkeit” stehe der Verein genauso, sagte Drießen. Streng genommen war das nicht immer so - zumindest nicht in den Anfangszeiten. Ganze 50 Jahre verstrichen nach der Gründung, ehe neben den Männern auch die ersten Frauen ab 1912 das Wappen der ATG auf der Brust tragen durften. Ein besseres Gründungsjahr für die erste Damenabteilung hätte es kaum geben können: „So feiern wir in diesem Jahr auch noch das 100-jährige Bestehen der Frauen bei der ATG”, stellte ATG-Verantwortliche Birgitt Lahaye-Reiß freudig fest, die zusammen mit Günter Drießen die Moderation des bunten Programms übernahm.

Und das hatte es in sich: Zähe und langweilige Vorträge oder Reden gibt es bei der ATG nicht, Aktion ist das Stichwort. Neben der Cheerleadergruppe „WildBats” sowie der Sambaband „Aixotic Sambistas”, die beide beim alljährlichen Winterlauf für Stimmung sorgen, präsentierten sich gleich alle ATG-Abteilungen mit einer kurzen Vorstellung ihrer Arbeit. Die Kinderturngruppe bewegte sich auf der Bühne ebenso mit Schwung wie die Gymnastikgruppe für Senioren. Richtig krachen ließen es letztlich die Volleyballer und Basketballer, die beim Baggern und Körbewerfen die Halle allerdings ganz zur Freude von Hubert Herpers ganz ließen: „Auch von uns ein herzlicher Glückwunsch für 150 Jahre erfolgreiche Arbeit. Die ATG ist in Aachen sehr beliebt, davon legen Sie heute Zeugnis ab”, so der Gruß des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Aachen an die zahlreichen geladenen Gäste.

Die Glückwünsche nahmen an diesem Abend kaum ein Ende. Nachdem der Verein Sonderehrungen für den frischgebackenen Welt- und Europameister im Ultramarathon in der Altersklasse ab 40 Jahren, André Collet, Jörn Schnöring (zuständig für die Pressearbeit), Andrea Jansen von der Sparkasse sowie Hans Weyer (Sportstättenwart) vornahm, erhielten die Vereinsverantwortlichen von Heinz-Joachim Güllüg, Vizepräsident des Deutschen Turner-Bundes, das Jahn-Schild für 150 Jahre Vereinsleben überreicht. „150-jährige Geburtstage kommen bei uns in Deutschland nicht so oft vor”, meinte Güllüg.
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