Nicht nur fürs Blech wird es ziemlich eng

Von: Nina Krüsmann
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Rappelvoll: Bei Traumwetter gab es auf dem Historischen Jahrmarkt in Kornelimünster einen wahren Besucheransturm. Foto: Ralf Roeger
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Auf und nieder: Die Berg- und Talbahn ist eine Vorgängerin der späteren Raupenbahn – und dabei geht es ziemlich flott zur Sache. Foto: Ralf Roeger
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Riecht lecker, schmeckt auch so: An der historischen Flammkuchenbäckerei gibt es feine Spezialitäten. Foto: Ralf Roeger

Kornelimünster. Es knubbelte sich mal wieder in den engen und verwinkelten Gassen an der Inde: Wenn Gaukler und Akrobaten in Kornelimünster Besucher aus Nah und Fern unterhalten, dann ist wieder Roncallis historischer Jahrmarkt zu Gast.

Jahr für Jahr begeistert das nostalgisch anmutende Volksfest inmitten der schmucken alten Fachwerkhäuser rund um den Marktplatz mit der ehrwürdigen Propsteikirche. Kettenflieger, Schiffsschaukel, Pferdekarussell, 100 Jahre alte Verkaufswagen, Artisten, Gaukler, Zauberer, Akrobaten und ein Kunsthandwerkermarkt versprachen einmal mehr Nostalgie zum Anfassen, Erleben, Staunen und Mitmachen. Und dieses Rezept geht immer wieder auf, denn Jung und Alt lieben das nostalgische Flair.

Dazu gehört zum Beispiel, dass es bei der Berg- und Talbahn – einem Vorläufer der Raupenbahn – keine Plastikjetons, sondern noch die gute alte Fahrkarte aus Pappkarton gibt. Besonders eng wird es rund um den Flohzirkus am Abteigarten, denn dieser ist eine besondere Rarität. Der europaweit einzige Flohzirkus ist sonst auch auf dem Münchener Oktoberfest vertreten.

So viele Menschen wollen Jahrmarkt-Luft schnuppern, dass die vielen Parkplätze rappelvoll sind. Auch die Busse in Richtung Kornelimünster sind vollbesetzt, und die Gastronomie im Umkreis freut sich über ein sehr gutes Geschäft – bei Traumwetter allen voran die Eisdielen in und um das Indestädtchen.

An den vielen Ständen findet sich alles, was das Herz begehrt: Kunst, aber bei weitem kein Kitsch, edles Geschmeide, handgemachte Puppen und Perlsacktiere sind nur einige Beispiele. Verführerischer Duft steigt rund um die historische Flammkuchenbäckerei auf.

Die Vereine von Kornelimünster haben einen Stand im Innenhof des Abteitores der ehemaligen Reichsabtei. Sie bewirten dort ihre Besucher. Bezirksamtsleiterin Rita Claßen freut sich über die Präsenz der Städtepartnerschaft Walheim/Montebourg an einem eigenen Stand im Innenhof der ehemaligen Reichsabtei. Dort bietet die Partnerstadt Montebourg Spezialitäten aus der Normandie an. „Beide Stände sind beliebte Treffpunkte für die Bewohner und insbesondere für die ehemaligen Bewohner des Stadtbezirks. Hier trifft man sich, um alte Erinnerungen und Kontakte aufzufrischen“, so Rita Claßen.

Auch freut sie sich wieder über viele Gäste aus der Euregio. „Aufgrund seiner großen Attraktivität hat der Historische Jahrmarkt eine überregionale Beachtung erreicht und ist somit ein touristisches Aushängeschild für Aachen geworden“, meint Claßen. Keine Frage – die Mischung aus Altbewährtem und neuen Reizen bringt es, wenn sich in Kornelimünster wieder die Karussells drehen.

Am Sonntag mischte sich die holländische Damenkapelle „De Ladyskantjes“ aus Oosteind im rot-weißen Outfit unter die Besucher und sorgte bei strahlendem Sonnenschein nochmal ordentlich für Stimmung, bevor der diesjährige Historische Jahrmarkt wieder für ein ganzes Jahr seine Pforten schloss.

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