Nicht nur die Kicker wollen Kunstrasen

Von: Günther Sander
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Am Hander Weg soll ein neues Sport- und Begegnungszentrum entstehen. Foto: Ralf Roeger
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23. März 2015 Infoverstaltung über die mögliche Umgestaltung des Sportzentrums Hander Weg*, im Pfarrzentum Laurensberg, vom Förderverein VfJ Laurensberg, VL; Andreas Weisheit, Stephanie Pfeifer, Karl Heinz Wetters © dmp Foto: Ralf Roeger

Laurensberg. Aufbruchstimmung beim VfJ Laurensberg, die Vision fest im Blick, die Devise ist vorgegeben. „Es muss etwas geändert werden: Kunstrasen für Laurensberg.“ Der sportliche Stadtteil plant ein neues Sport- und Begegnungszentrum getreu dem Motto „Auf zum Sportplatz Hander Weg!“

Im Pfarrzentrum St. Laurentius wurden zahlreich erschienene Vereinsmitglieder, Vertreter von Politik und Verwaltung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger von Dr. Andreas Weisheit (Vorsitzender VfJ), Stephanie Pfeifer (Vorsitzende Förderverein) und Karlheinz Welters (Jugendleiter) ausführlich über die Pläne informiert.

Fakt ist: Die einmalige Lage der Sportplatzanlage, umgeben von Kindertagesstätten, Schulen und Seniorenheimen soll umgestaltet und somit eine zentrale Begegnungsstätte für den Stadtbezirk geschaffen werden. Ein erarbeitetes integrales Konzept entspreche den heutigen Erfordernissen an eine Sportplatzanlage: generationen-übergreifend und multifunktional.

Hinsichtlich der eingeschränkten Nutzung der beiden Sportanlagen in der Rathausstraße und am Hander Weg werde der Ruf nach einem Kunstrasenplatz immer lauter. Von den Sportlern, Eltern der Kinder und Jugendlichen, die sich über die durch den Aschenbelag stark verschmutzte Kleidung und Schuhwerk beklagen, aber auch von Anwohnern in der Rathausstraße, die sich darüber beschweren, dass außerhalb der Trainings- und Spielzeiten spielende Kinder und Jugendliche „zu laut seien.“ Alles Feststellungen, die dazu geführt hätten, bezüglich der momentanen Situation bei der Nutzung beider Sportanlagen die Idee zu verfolgen, die Sportanlagen am Hander Weg sinnvoll zu erweitern und sie zu einem neuen Sport- und Begegnungszentrum auszubauen.

Auf dem Sportplatzgelände sollen künftig die sportlichen Aktivitäten der Laurensberger Sportvereine zentralisiert werden. Das jedoch bedürfe einer Verbesserung der Infrastruktur, die unter folgenden Rahmenbedingungen zu erreichen sei: ein Umkleidegebäude mit variablen Funktionsräumen und eine Platzwartwohnung; der Tennenplatz muss in einen Kunstrasenplatz für Fußball umgewandelt werden; weitere Trainingsflächen sind erforderlich; das Raumprogramm für das Umkleidegebäude wurde mit den Schulen und den ansässigen Vereinen abgestimmt.

Wie Weisheit, Pfeifer und Welters deutlich machten, komme eine „Mammutaufgabe auf den Förderverein“ zu, denn es werde eine große Summe an Eigenkapital erforderlich. Für die Verwirklichung der Kunstrasenanlage und der Begegnungsstätte werden mindestens 500 000 Euro an Unterstützung erforderlich.

Hinzu könnte ein Teil des Erlöses durch die Vermarktung des Standortes Rathausstraße als Bauland erreicht werden. Daher sei man, so Dr. Weisheit, auf die Entscheidungen der Aachener Politik angewiesen. Alles müsse ein kooperatives Miteinander sein. Stephanie Pfeifer wünscht sich, die Unterstützung aller Laurensberger zu bekommen, denn man setze sich gezielt für den Stadtbezirk ein. Der VfJ rechne mit bis zu 1,5 Millionen Euro aus der Vermarktung des Sportplatzes Rathausstraße. Außerdem lägen bereits mehrere Zusagen über größere Geldbeträge vor, so Pfeifer. Unter Vorbehalt wolle die Bezirksvertretung 25.000 Euro zuzuschießen. Der VfJ werde die Aktion „1000 x 500“ ins Leben rufen. Im Klartext: 1000 mal 500 Euro ergeben die Finanzierung eines Kunstrasenfeldes. Ziel seinen mindestens 500.000 Euro.

Die Planung und Finanzierung beläuft sich nach einer Kalkulation auf ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,7 Millionen Euro. Für das Umkleidegebäude stehen 1,6 Millionen zu Buche, die Einrichtung verschlingt 100.000 Euro Die Umwandlung Tennenplatz in Kunstrasenplatz (65 mal 95 Meter) ist mit etwa 500.000 Euro veranschlagt, die Neueinrichtung Kunstrasenplätze kosten für die Rugbytrainingsfläche 150.000 Euro, 170.000 Euro die Fußballkleinspielfelder. Für die Erneuerung und Überarbeitung der Trainingsbeleuchtungsanlage wurden rund 200.000 Euro veranschlagt.

Durch die Aufgabe nicht mehr zeitgemäßer und sehr pflegeintensiver Sportplätze werde eine Nachhaltigkeit für neue Sportplätze erreicht. Diese würden nach neuesten Erkenntnissen und ökologischen Gesichtspunkten errichtet, dadurch könnten mittel- und langfristig Kosten von nicht unbedeutendem Maße eingespart werden.

Fazit der Info-Veranstaltung: Es muss etwas geändert werden, denn die Jugendabteilung verspüre regen Zulauf, es gebe zahlreiche Aktivitäten außerhalb des Spielbetriebs, ein weiterer Mitgliederzuwachs (derzeit 363) sei mit der vorhandenen Infrastruktur nicht mehr möglich. Mit den derzeit vorhandenen schlechten Plätzen seien der sportlichen Entwicklung Grenzen gesetzt und zwei Standorte behinderten ein gemeinsames Vereinsleben von Junioren und Senioren.

Weitere Fragen beantworten Pfeifer und Weisheit per E-Mail unter foerderverein@vfj-laurensberg.de.

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