„Nicht hängen lassen“: Kachel geht auf Wanderschaft

Von: Nina Krüsmann
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Weitergeben erwünscht: Die „Wanderkachel“ aus der Werkstatt von Hildegard Linden (rechts) geht jetzt zugunsten schwerkranker Kinder auf Reisen. Mit der Künstlerin freuen sich Monika Janssen (Bunter Kreis), Stifterpaar Sabine und Jürgen Kutsch, Ideengeberin Gabriele Prill und Stephan Jaletzke von den Aachen Arkaden (von links) auf viele Teilnehmer bei der Aktion. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Kunst hilft schwerkranken Kindern und ihren Familien: Eine Kachel mit der Aufschrift „Nicht hängen lassen“ zieht seit Mittwoch die Blicke der Besucher in den Aachen Arkaden auf sich. Das Einkaufszentrum beteiligt sich mit der Ausstellung der von Hildegard Linden gestalteten „Wanderkachel“ an einer Spendenaktion für den Bunten Kreis.

Die Idee ist im Sommer vergangenen Jahres entstanden, wie Initiatorin Gabriele Prill erklärt. Bei der abschließenden Versteigerung zur Benefizaktion „Künstler helfen Kindern – 100 Künstler – 100 Kacheln“ war das Interesse für dieses besondere Werk groß, es entwickelte sich ein wahres Bietergefecht, bei dem schließlich Martin Görg mit 265 Euro den Zuschlag erhielt. Schnell entwickelte er die Idee, die Kachel tatsächlich nicht hängen zu lassen, sondern sie auf Wanderschaft zu schicken – natürlich für einen guten Zweck. Zu Gunsten des Bunten Kreises wandert die Kachel nun durch Aachen, um bei der Finanzierung von Projekten für Schwerkranke zu helfen.

Verbunden mit der Aktion ist eine Spende in Höhe von 500 Euro, wie Stephan Jaletzke, Centermanager der Aachen Arkaden, erklärt. „Ein neues Projekt für Geschwisterkinder, ein Kletterprojekt für Jugendliche und ein Diabetes-Projekt, das die Lebens- und Essgewohnheiten der Betroffenen unter die Lupe nimmt, brauchen ständig finanzielle Unterstützung“, erklärt Bunter-Kreis-Geschäftsführerin Monika Janssen, warum die Unterstützung so wichtig ist. Darüber hinaus trage die Aktion dazu bei, die notwendige Aufmerksamkeit für die Arbeit des Bunten Kreises zu schaffen und die Idee weiterzutransportieren.

Jürgen Kutsch hatte die Kachel zuvor rund sechs Wochen zu Hause in Kornelimünster ausgestellt. Mit seiner „Stiftung Jürgen Kutsch“ setzt er sich für die Integration im Ostviertel und natürlich für das Wohl der Kinder ein. Die Idee, die Kachel in die neu geschaffene Begegnungsstätte der Aachen Arkaden weiterzuleiten, kam beim dortigen Management bestens an. Das „Karlsforum“ biete den idealen Platz dafür. „Hier wird die Historie der Stadt, nicht nur Kaiser Karls, anhand von Schautafeln aufgearbeitet. Und die Geschichtsschau wird weiter ausgebaut. Nächste Woche werden vier Banner am Bahnhof Rothe Erde angebracht, die auf die kleine Ausstellung hinweisen“, verrät Juergen Carnol, Assistent im Centermanagement.

Jeder Teilnehmer der Wanderausstellung soll nun ein Foto von sich mit der Kachel und ein Statement, warum man an der Aktion teilnimmt, auf Facebook veröffentlichen. Der aktuelle Kachelhalter enthält auch ein Büchlein, in welches das Statement aufgenommen wird. Entweder findet der aktuelle Ausleiher der Kachel dann selbst den nächsten „Kandidaten“ oder die Anfragen für eine Ausleihe werden per Internet geregelt.

Zwischen vier und acht Wochen verbleibt die Kachel an einem Ort, bevor die Wanderschaft weitergeht.

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