Nicht der harmlose Humorist: Mark Twain

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Kornelimünster. Die Kulturinitiative Kornelimünster (KIK) lädt zu einer Lesung mit Anush Manukian ein.

Sie trägt am Samstag, 27. Februar, 19 Uhr, in der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster, Abteigarten 6, von und über den Schriftsteller Mark Twain vor. Reservierungen sind möglich unter 02408/4502 oder h.schmidt-kuner@kulturkik.de per Mail.

Anlässlich seines 175. Geburtstages und gleichzeitig 100. Todestages im Jahr 2010 macht Anush Manukian mit Mark Twain alias Samuel Langhorne Clemens´ Werk vertraut. Er ist geboren am 30. November 1835 in Missouri, gestorben am 21. April 1910.

Für die meisten heutigen Leser steht Mark Twain für „Tom Sawyer und Huckleberry Finn”, und sie hätten damit nicht unrecht, wenn sie nicht, durch Fernsehserien und stark bearbeitete Jugendausgaben, oft eine völlig falsche Vorstellung von diesen beiden Büchern und ihrem Autor hätten.

Mark Twain war mitnichten jener harmlose Humorist mit dem beschaulichen Lokalkolorit des guten alten amerikanischen Südens, sondern ein ernsthafter Realist, der vor den Schattenseiten des Lebens und der menschlichen Natur seine Augen nicht verschloss.

Er war ein Vertreter des amerikanischen Realismus und bekannt durch seine scharfzüngige Kritik an der amerikanischen Gesellschaft. In seinen Werken beschreibt er den alltäglichen Rassismus, seine „Helden” durchschauen die Heuchelei und Verlogenheit der herrschenden Verhältnisse. Sein Leben war von Widersprüchen gekennzeichnet.

Der Mann, der den „American way of Life” immer wieder kritisierte, strebte sein ganzes Leben nach dem großen geschäftlichen Erfolg und nach Anerkennung in höchsten Gesellschaftskreisen. Er beschloss sein Leben, das er als Spaßmacher begonnen hatte, als verbitterter Misanthrop.

„Der Mensch ist das religiöse Tier. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten wie sich selber liebt und, wenn dessen Theologie nicht stimmt, ihm die Kehle abschneidet, sagte Mark Twain.

Die freiberufliche Schauspielerin und Sprecherin Anush Manukian beendete 1995 in Köln die Schauspielschule des „theater der keller” mit der Bühnenreife. Seitdem spielt sie sowohl in zahlreichen Theaterinszenierungen als auch in verschiedenen Fernsehproduktionen.

Von 1995 bis 1998 war sie in der Leitung des Aachener TheatersK aktiv und war dort neben ihrer und anderem mit Bühnenbild und -bau, Kostüm, Regieassistenz, Dramaturgie und Gastspielorganisation betraut. Seit 2005 gibt sie auch Atem-, Stimm- und Sprechkurse für Schauspieler und andere Menschen.
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