„Newcomer Days 2014“: Tolles Konzept, aber die Besucher bleiben aus

Von: Luisa Thomé
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Das Konzept stimmt, aber der Zuspruch könnte besser sein: Bei den „Newcomer Days“ im Rathaus bieten zahlreiche Aussteller – darunter unsere Zeitung – alle wichtigen Informationen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Die „Newcomer Days 2014“ – das zentrale Willkommens-Event der Stadt für alle Neu-Aachener, „die durch das Studium, den Job, der Liebe wegen oder aus anderen Gründen neu nach Aachen gekommen sind“: eine gute Idee. Doch um ein solch aufwendig organisiertes Konzept aufleben zu lassen, bedarf es der Besucher. Diese blieben beim Auftakt am Freitag jedoch leider nahezu aus.

Während ab 10 Uhr die zahlreichen Aussteller ihre Stände aufbauten, füllte sich der Krönungssaal über die Mittagszeit eher mäßig. Auch bei der Begrüßung der neuen Studierenden durch den Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp war von den Angesprochenen nicht viel zu sehen. Vorlesungszeit? Schon möglich.

Die jungen Leute, die es bis in die obersten Etagen des Rathauses gezogen hat, waren allerdings begeistert. „Ich konnte mich, wie gewünscht, über Wanderwege, Kontoeröffnungen und Ummeldung bei der Stadt gut informieren“, erzählt eine Studentin aus dem ersten Semester. Auch ihr Kommilitone hat gefunden, was er gesucht hat: „Ich wusste vorher nicht, dass es das Hochschulradio überhaupt gibt. Und jetzt hab ich wirklich Lust, dort mitzuwirken“, sagt er.

Die Aussteller hatten sich aber auch ins Zeug gelegt. Unter dem Motto „Mache Aachen zu deiner Stadt“ gab es – neben einem „Survival-Pack“ von Banken, Krankenkassen und Versicherungen – Aachens Kulturszene zu entdecken, die Hochschulen kennenzulernen und ihr junges Programm zu erleben.

Die „Newcomer“ konnten auch selber an verschiedenen Ständen aktiv werden: Jutebeutel bemalen, Kurzfilme schauen und Fotos mit lustigen Requisiten machen. Auch für das leibliche Wohl sorgten verschiedene Aussteller und ein Catering-Service. Sogar die Aachener Kicker der Alemannia kamen nachmittags persönlich vorbei, um Autogramme und Freikarten zu verteilen. Ein buntes Programm also. Was will man mehr?

Das fragt sich auch der Hochschulbeauftragte der Stadt Aachen und Mitveranstalter Boris Mehlkopf. Er hat das ganze Jahr an der Planung der Veranstaltung gearbeitet und sieht sie als eine tolle Möglichkeit für alle Neulinge. „Es geht vor allem darum, die Neulinge, egal aus welchem Grund sie in die Stadt gekommen sind, willkommen zu heißen und sie mit allen nötigen und wichtigen Informationen über das vielseitige Angebot zu informieren“, erzählt er.

Aber auch Mehlkopf sieht sich in seiner Aufgabe des Veranstalters als „Newcomer“. „Die Veranstaltung findet nun zum zweiten Mal statt. Das heißt, man kann natürlich immer noch dazu lernen. Wir haben einen Zuwachs an Ausstellern für dieses Jahr gewonnen. Zeitlich und räumlich müssen wir uns natürlich nach vielen Faktoren richten. Und für den großen Aufwand, auch von Seiten der Aussteller, wollten wir für beide Tage eine maximale Zeitspanne schaffen“, sagt er weiter.

Es sind also für Samstag noch Jutebeutel, Kugelschreiber und Postkarten übrig. Von 12 bis 15.30 Uhr geht im Krönungssaal das umfangreiche Ausstellungs-Programm weiter. Dann hoffentlich auch mit größerem Zuspruch seitens der eigentlichen Zielgruppe. Der Eintritt ist übrigens frei.

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