Aachen - „Neun x 11“ im Atelierhaus: Individuell, aber doch stimmig

„Neun x 11“ im Atelierhaus: Individuell, aber doch stimmig

Von: Svenja Pesch
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„Neun x 11“: Im Atelierhaus an der Süsterfeldstraße sorgen neue Künstler für frischen Wind: Foto: Harald Krömer

Aachen. Mit den „Neuen“ weht nicht nur ein frischer Wind im Atelierhaus (AHA) in der Süsterfeldstraße, es kommen zudem viele neue künstlerische Impulse in das Haus.

„Es ist bereits das dritte Mal, dass wir unsere Neuzugänge, die 2015 und 2016 ins Atelierhaus gekommen sind, unter dem Motto „Neun x 11“ vorstellen“ erzählt Geschäftsführerin Nadya Bascha. Die künstlerischen Richtungen sind dabei so verschieden, wie die Künstler selbst, die ihr Atelier im Haus jeweils für vier Jahre nutzen können.

Malerei, Installationen, Objektdesign, Street-Art, Plastik sowie Musik und Performance sind einige der künstlerischen Richtungen. Daniel Bartnick, Carlos Andres Cruz-Bodensiek, Petra Geiser, Frank Medefindt, Sonja Mischor, Alexander Pelzer, Sarah Poley, Philip Stahl, Mirjana Stein-Arsic, Stefan Tiersch und Carl Thomas sind die elf Neuen, die sich im AHA schon heimisch fühlen und der Kreativität ihren freien Lauf lassen. „Eigentlich studiere ich Informatik, aber die Kunst ist einfach mein Hobby“, erzählt Philip Stahl und ergänzt: „Meine Bilder kommen aus der urbanen Szene und ich habe sie alle gesprüht. Meistens nutze ich dafür Werbekartons oder Werbeposter. Mit den Schablonen sprühe ich dann die Motive und so entstehen dann die Kunstwerke.“

Im künstlerischen Gegensatz dazu steht Petra Geiser. Ihre Malereien sind auf den ersten Blick harmlos, offenbaren aber bei genauerem Hinsehen etwas Verstörendes. So fällt das Augenmerk zuerst auf die beiden Mädchen, die auf einer Bank sitzen. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass unmittelbar vor ihnen ein abgedeckter Leichnam liegt. Was es mit der Darstellung auf sich hat, verrät Geiser nicht, sie möchte, dass der Betrachter sich seine ganz eigenen Gedanken macht.

Während ihre Arbeit aber eher eine bedrückende Atmosphäre innewohnt, sind die Bilder von Stefan Tiersch lebendig und farbenfroh. Unter dem Titel „Schöpfolution-Anziehungskraft Weiblich und Männlich“ zeigt er zwei große Arbeiten, die bildlich für Ying und Yang stehen und im Gleichgewicht sind. Doch blickt man auch nur ein paar Zentimeter weiter nach rechts, entdeckt man wieder eine völlig andere Kunstrichtung. Aber genau das ist es, was den Charme der neuen Ausstellung ausmacht. Dass jeder individuell seine Arbeiten zeigt und dadurch dafür sorgt, dass ein buntes, aber dennoch stimmiges Gesamtbild entstehen kann.

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