Neun Künstler machen die Nacht zu einer einzigen Geschichte

Von: André Schaefer
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Neun Künstler machten das 14. Internationale Erzählfestival „Zwischenzeiten” im Ludwigforum zu einer einzigen Geschichte. Auch Ivan Coyote überzeugte mit seiner Lesung. Foto: Julian Omonsky

Aachen. Es sollte eine lange Nacht der Geschichten werden, es ist in der Tat eine geworden, und das nicht nur im bildlichen Sinne. Das 14. Internationale Erzählfestival „Zwischenzeiten” machte am Freitagabend mit der „Langen Nacht der Geschichten” Halt im Aachener Ludwig Forum.

Veranstalterin Regina Sommer präsentierte den Besuchern nicht nur eine ihrer eigenen fesselnden Geschichten, sondern auch eine gelungene Auswahl an echten Erzählkünstlern, die die Besucher mit auf eine dreieinhalbstündige Reise nahmen. Jeder Erzähler trat einzeln auf der Bühne auf, doch wie im Handschlag ging es von einer Erzählung in die andere über.

Im Fokus stand dabei jederzeit das Thema „Weisheit”. Und für die sorgten nicht allein die neun Erzähler aus neun Ländern persönlich, sondern viel mehr ihre facettenreichen Erzählungen. So überzeugte etwa der Niederländer Raymond den Boestert mit seiner Geschichte über den einsam im Wald lebenden Bärensammler, der eines Tages zum ersten Mal in seinem Leben einem anderen Menschen begegnet, und diesen von seinem Reichtum an Diamanten zu überzeugen versucht. Dass es sich bei den Diamanten allerdings nur um den Morgentau auf den Feldern handelt, erfährt er erst mithilfe der Weisheit des anderen.

„Was das Erzählfestival im Wesentlichen ausmacht, ist das Menschliche, das Jahr für Jahr sichtbar wird. Es ist eine unglaublich tolle und spannende Atmosphäre, wenn die Erzähler zunächst selber im Publikum Platz nehmen, um dann einzeln eindrucksvoll ihre Kunst auf der Bühne darzubieten”, meinte Veranstalterin Regina Sommer vom Haus der Märchen und Geschichten.

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