Aachen - Neujahrsfrühstück: Handwerk soll wieder goldenen Boden haben

Neujahrsfrühstück: Handwerk soll wieder goldenen Boden haben

Von: hpl
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Mit Zuversicht ins neue Wirtschaftsjahr: Kreishandwerksmeister Herbert May (Mitte) überbrachte mit Hans Hansen (Schornsteinfeger-Innung) und Ludwig Voß (rechts), Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Wünsche und Kuchen für OB Marcel Philipp. Und für dessen Gattin Gabriele gab es genauso Blumen wie für Bürgermeisterin Margrethe Schmeer (vorne rechts). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Blumen für die Damen, Kuchen für den Herrn. Zufrieden blickten Oberbürgermeister Marcel Philipp und Gattin Gabi sowie Bürgermeisterin Margrethe Schmeer auf die Geschenke, die sie beim obligatorischen Neujahrsfrühstück im Rathaus erhielten. Dass der OB seinen Kuchen genauso obligatorisch dem Vinzenzheim spendieren wird, konnte dessen Laune am Mittwochmorgen im Rathaus nicht verschlechtern.

Schließlich waren es durchweg positive Bilanzen und Perspektiven, die ihm von Kreishandwerksmeister Herbert May dazu serviert wurden. Das Handwerk ist optimistisch.

3,7 Milliarden Euro Umsatz

Ein gelungener Start also für Herbert May bei dessen Premiere im Weißen Saal, wo er als Nachfolger von Hans Winnen Vertreter seiner Zunft, der Kammer und der Verwaltung begrüßte. Genau wie beim Silvesterempfang zur Jahreswende untermauerte May die Bedeutung des Handwerks als „Wirtschaftsmacht” in der Städteregion: In rund 5500 Handwerksunternehmen mit 43.000 Mitarbeitern und 4000 Lehrlingen wird ein jährlicher Umsatz von 3,7 Milliarden Euro Euro erzielt.

Nicht nur angesichts dieser subjektiven Zahlen sprach der Kreishandwerksmeister von „Zuversicht und positiver Grundstimmung”. Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise seien überwunden. Dies nicht zuletzt auch, weil in dieser Krise auch im Handwerk viele die Nerven behalten hätten, wie OB Philipp später bestätigte. Die Steuereinnahmen sieht May in einer positiven Entwicklung, die Städteregion auf dem Weg - auch wenn sich diese noch finden müsse und erkannte Fehler behoben werden müssten.

Als klare Forderung formulierte er „kein Staat vor Privat”. Und da sind May mitunter die Kommunalbetriebe ein Dorn im Auge. In einigen Städten hätte das Handwerk Probleme mit expandierenden eigenen Wirtschaftsbetrieben: „Aus Steuern finanziert, rüsten die Bauhöfe mit Maschinen und Fuhrpark, teilweise auch personell, auf. Dies hat zur Folge, dass Kommunen weniger Aufträge an die Privatwirtschaft vergeben. Dadurch gefährden diese Kommunen nicht nur Arbeits- und Ausbildungsplätze, sondern auch ihre eigenen Einnahmen, die sie durch Abgaben und Steuern erzielen.” Damit korrespondiert Mays Forderung, die Auftragsvergabe an regionale Betriebe zu fördern. Entfernt angesiedelte Betriebe könnten nicht die Leistungen zu gleichen Kosten ordnungsgemäß ausführen - Löhne und Qualität müssten leiden.

Mit Optimismus blickt May auf das junge Jahr. Die Konjunkturumfrage der Handwerkskammer habe ein „zufriedenstellendes Ergebnis” hervorgebracht. Der Stimmungsindikator „Geschäftslage” sei von 87 Prozent der Mitgliedsbetriebe als gut oder befriedigend bezeichnet worden - der seit 17 Jahren beste gemessene Wert. Für OB Philipp ist dies ein weiterer Indikator für die Aufbruchstimmung, die er bereits in 201 ausgemacht hat.
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