Neujahrsempfang der Vereine: Eine wirksame Stütze unserer Stadt

Von: Tim Habicht
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Bürgermeister Björn Jansen appellierte an die Vertreter der Aachener Vereine: "Niemand kann die Welt retten, aber alle können sie lebenswerter machen.". Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Stimmung ist festlich und ausgesprochen gut. 800 Menschen versammeln sich im Krönungssaal des Rathauses. Der königliche Männerchor aus Vaals sorgt für die akustische Atmosphäre. Alles ist angerichtet für einen würdigen Neujahrsempfang, der traditionell vom Oberbürgermeister abgehalten wird.

 Im Rahmen dieses Empfanges wird auch zum zweiten Mal der Aachener Ehrenamtspreis verliehen. Nachdem erstmals 2012 der Preis verliehen wurde, erhalten in diesem Jahr eine Organisation und eine Einzelperson das Karlssiegel der Stadt Aachen sowie einen Geldbetrag von jeweils 500 Euro. Dieser Betrag soll den jeweiligen Projekten zugute kommen. Als Organisation erhalten die Helferinnen und Helfer des Aachener Sonntagsfrühstücks die Auszeichnung. Als Einzelperson ist es in diesem Jahr Monika Lang, Initiatorin der „Öcher Frönnde“.

Manfred Reinders, Vorsitzender des Beirates für Vereine, Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement, spricht sein Lob für die Arbeit aller Ehrenamtler aus: „Von mir gibt es eine riesige Anerkennung. Diese Auszeichnung im Krönungssaal dient hoffentlich als Motivation und zur Kraftschöpfung für die anstrengende Arbeit.“

Anstrengend ist die Arbeit ohne Zweifel. Beim Aachener Sonntagsfrühstück werden jeden Sonntag die Tische für rund 90 Obdachlose und Hilfsbedürftige reichlich gedeckt. Das Frühstück ist kostenfrei. Aber es geht weit über das Essen hinaus. „Besonders der soziale Aspekt ist wichtig. Hier kommen Menschen in Kontakt, die sich sonst nicht begegnen würden“, beschreibt Klaus Szudra, Koordinator des Projektes.

Trotz des Einsatzes und der Freude würde er gerne auf das Sonntagsfrühstück verzichten: „Denn solange es das Frühstück gibt, haben wir eine Schieflage in der Gesellschaft.“ Monika Lang kämpft ebenfalls gegen diese Schieflage an. Sie ist Initiatorin der „Öcher Frönnde“. Ein Nachbarschaftsring, der nach dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ Jung und Alt zusammenbringt. Zu ihrer Auszeichnung sagt sie: „Es ist sehr schön, dass die Stadt Aachen Ehrenamtler würdigt. Ich freue mich sehr, dass ich ausgewählt wurde. Aber ich nehme die Auszeichnung nur stellvertretend im Namen aller Helfer und Sponsoren an.“ Oberbürgermeister Marcel Philipp lobte Lang: „Als ehemalige Lehrerin und Mutter von zwei Söhnen fehlt es ihr weder an den nötigen Führungsqualitäten noch an Herzenswärme.“

Bei der Verleihung des Ehrenamtspreises blickte Philipp auch auf das vergangene Jahr. Über all die kleinen und großen Probleme, aber auch sehr großen Erfolge der Stadt Aachen. Und auch Björn Jansen, Vorsitzender des Stadtsportbundes, äußerte sich als Vertreter der Aachener Vereine: „Niemand kann die Welt retten, aber alle können sie lebenswerter machen. Das Ehrenamt spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Doch Jansen sprach auch Probleme an: „Es gibt ein ganz großes Problem im Ehrenamt: den Nachwuchs. Es wird immer schwerer, junge Leute zu begeistern, die sich ehrenamtlich engagieren.“ Dennoch zeigen Veranstaltungen wie die Vergabe des Ehrenamtspreises, dass diese wichtige Leistung gewürdigt werde.

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