Aachen - Neujahrsempfang der Grünen: Gute Zahlen, schlechte Zahlen

Neujahrsempfang der Grünen: Gute Zahlen, schlechte Zahlen

Von: Peter Motz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wenn eine Stadt 244.528 Bürger zählt, wie viele Mitglieder braucht dann eine dort regierende Partei, um glücklich zu sein? Die Aachener Grünen lieferten jetzt eine Antwort.

Beim Neujahrsempfang im Jakobshof drehte sich vieles um gute Zahlen, schlechte Zahlen. Rund 150 Milliarden Euro lasse sich der Bund die Abwicklung der Hypo Real Estate kosten. „Das entspricht der Gesamtverschuldung der Kommunen”, rechnete Helmut Ludwig vor. Sein Vorschlag: „ein Sternmarsch der Stadträte nach Berlin”.

Denn zeitgleich ziehe sich der Bund „immer weiter aus der Finanzierung der Kommunen zurück”, kritisierte der Parteisprecher das, was „niemanden zu interessieren scheint in Berlin und in den Landeshauptstädten”. Landtagsabgeordneter Rainer Priggen führte „die kommunale Finanzsituation” als „eines der drei Kernthemen” des NRW-Wahlkampfs an. Die weiteren lauteten Energie- und Bildungspolitik. Die Grünen seien „gegen die Selektion von Schülern” nach der vierten Klasse und Studiengebühren.

Mehr Anti-Stimmung gab es aber nicht bei der Neujahrsparty der Partei, deren 30-jährige Geschichte von „Aufbruch, Erneuerung, spannenden Debatten und aufreibenden Konflikten” zeuge, wie Sabine Göddenhenrich in Erinnerung rief. Am runden Geburtstag stünden die Grünen für den „Einklang von Mensch und Natur”. Das bedeute „alles”, vom „guten Umgang mit der Natur” bis zu „sozialer Gerechtigkeit”, sagte die Parteisprecherin.

Dann wurde nett geplaudert - mit den alten Koalitionsfreunden Claudia Walther und Norbert Plum (beide SPD), mit den neuen Harald Baal und Franz Plum (beide CDU), mit den städteregionalen Kollegen Elisabeth Paul und Dr. Thomas Griese, mit Bürgermeisterin Hilde Scheidt. Nur eine Person fehlte - siehe oben: der Grund ganz großen grünen Stolzes, das jüngst angeworbene 300. Parteimitglied. Als Dank für den Beitritt sollte beim Neujahrsempfang ein Reisegutschein zur Berliner Bundespartei überreicht werden. Doch die gefeierte Frau war verreist - nach Mittelamerika.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert