Neujahresempfang im Rathaus: Auszeichnung für Ehrenamtler

Von: Tim Habicht
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Richtete den Dank an die Vertreter der Aachener Vereine: OB Marcel Philipp hatte zum traditionellen Dankesempfang in den Krönungssaal geladen. Foto: Andreas Herrmann
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Für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet: Repräsentanten der Einrichtungen, die sich ohne jeden Eigennutz für Mitmenschen einsetzen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der Neujahrsempfang im Rathaus ist längst zu einer Tradition geworden. Eine Tradition, die man ebenso gerne pflegt wie die Verleihung des Ehrenamtspreises der Stadt Aachen. Ein Preis, der nicht nur mit 500 Euro pro Projekt dotiert ist, sondern vor allem zeigen soll, dass es fernab von persönlichem Gewinnstreben Frauen und Männer gibt, die sich alltäglich für ihre Mitmenschen einsetzen.

Und davon gibt es in der Kaiserstadt wahrlich viele Menschen. „Dass Menschen für andere Menschen da sind, ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Stadt. Bürgerschaftliches Engagement ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gesellschaft. Es stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und bringt auch dem Erfüllung, der sich für andere einsetzt“, beschreibt Oberbürgermeister Marcel Philipp zu Beginn der Verleihung des Ehrenamtspreises im Krönungssaal und bittet 24 Frauen und Männer auf die Bühne, die den ersten Preis des Abends erhalten. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste Aachen-Stadt erhalten für ihr ohne Zweifel beeindruckendes Engagement den Ehrenamtspreis als Gruppe. „Wir alle sterben irgendwann – und obwohl dieses gemeinsame Schicksal uns allen ganz sicher bevorsteht, wird über kaum ein anderes Thema noch weniger gesprochen“, leitet Philipp seine Laudatio ein. Seit fast acht Jahren betreuen, pflegen und unterstützen die 24 Männer und Frauen Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Ein bis zweimal pro Woche, bei Bedarf auch öfter, besuchen die Ehrenamtler, die alle extra geschult sind, die Betroffenen zu Hause. „Manchmal wird geweint, aber es wird auch viel gelacht. Es gibt nicht nur schwere, es werden auch gute Dinge besprochen“, sagt die Koordinatorin des Hospizdienstes, Annette Busch.

Nach der Auszeichnung mit dem Karlssiegel und einer Urkunde betrat der nächste Ehrenamtler die Bühne, der in den letzten Jahren viel geleistet hat: Werner Barke. Denn Barke verbringt den größten Teil seiner freien Zeit auf dem Gebiet der Suchthilfe. „Er baut eine Brücke in den wichtigen Bereich der Selbsthilfe, ist seit vielen Jahren Gruppenleiter im Kreuzbund Diözesanverband Aachen und mittlerweile Regionalleiter sowie Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen“, sagt OB Philipp in seiner Laudatio über den Preisträger.

Beide Preisträger seien dabei stellvertretend für viele Männer und Frauen, die in Aachen Beeindruckendes leisten. Sie haben eine Vorbild- und Vorreiterfunktion, die weitere Bürgerinnen und Bürger motivieren soll, ebenfalls für ihre Mitmenschen da zu sein. „Dabei liegen mir vor allem die Mentorenprojekte am Herzen, die bereits jetzt ungeheuer erfolgreich sind“, hebt Philipp hervor.

Im Rahmen des Neujahresempfanges kommen traditionell auch Vertreter der Aachener Sportvereine zu Wort. In diesem Jahr wurde Dr. Frank Schidlowski, Vorsitzender des PTSV Aachen, diese Ehre zuteil. Er skizzierte das turbulente Jahr des PTSV, der mit den „Ladies in Black“ inzwischen Bundesliga-Volleyballerinnen mit bemerkenswertem Erfolg unter Vertrag genommen hat.

Entwicklung des PTSV

Und auch OB Philipp lobte die „beeindruckende Entwicklung“ des Aachener Vereins, der seit 2008 seine Mitgliederzahl auf 2700 Mitglieder nahezu verdoppelt hat. Schidlowski hob bei seiner Rede vor allem die Errichtung des Boxgyms hervor, das von der Stadt Aachen errichtet wurde: „Dafür darf ich mich an dieser Stelle bei der Stadt herzlich bedanken“, und weiter: „Die Schule soll das schönste Gebäude einer Stadt sein. Dies sei für Schüler motivationsfördernd. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Sportstätten genauso schön sind“, schloss der Vorsitzende des PTSV.

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