Kornelimünster - Neues Wohnheim für 35 Flüchtlinge

Neues Wohnheim für 35 Flüchtlinge

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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Neue Bleibe: Bis zu 35 Flüchtlinge sollen im alten Klostergebäude der Benediktinerabtei in der Oberforstbacher Straße unterkommen. Foto: Günther Sander

Kornelimünster. Aufatmen bei Fachverwaltung und Bezirksvertretung, als es um die Errichtung einer neuen Bleibe für Flüchtlinge in alten Räumen der Abtei in der Oberforstbacher Straße 82 ging. Bekanntlich gab es in Eilendorf am Anfang zum gleichen Thema heftige Proteste der Bürger gegen gleiches Vorhaben.

Anders in Kornelimünster, hier brauchte die Verwaltung keinerlei Erläuterungen zu der geplanten Maßnahme mehr geben, seitens der Bürger tauchten keine Fragen auf, so dass die Fraktionen von CDU, SPD, Grüne und FDP einstimmig grünes Licht gaben.

Gegenüber unserer Zeitung sagte Jakob von Thenen (CDU), seine Fraktion stehe der Maßnahme positiv gegenüber. Auch die SPD begrüßt die Maßnahme. Ladislaus Hoffner möchte aber, dass die Räume gut hergerichtet werden. „Das muss alles menschenwürdig sein“, so Hoffner.

Für die FDP sieht Gretel Opitz keinerlei Probleme, wichtig sei jedoch, mit dem Sozialamt gute Voraussetzungen zu schaffen. Dr. Hans Wolfgang Gierlichs (Grüne) kennt das Haus, auch er begrüßt die neue Bleibe für Flüchtlinge.

Die Stadt Aachen wird das „alte Klostergebäude“ (bis in die 80er Jahre als Freizeithaus des klostereigenen Internats genutzt) anmieten und auf eigene Kosten „wohnfähig“ ausbauen. Statt Mietzahlung erfolgt ein sogenanntes Abwohnen der aufgewendeten Kosten. Für die erste Herrichtung werden 100.000 Euro benötigt. Um das Gebäude langfristig nutzen zu können (15 Jahre sind angedacht), müssen weitere 190.000 Euro investiert werden. Als Deckung für die Herrichtungskosten können Mehreinnahmen nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz angeboten werden, eingeplant sind 700.000 Euro. Die Betriebskosten werden durch Benutzungsgebühren gedeckt.

Auf drei Etagen sollen in etwa 20 Räumen zuzüglich Gemeinschaftsküche und sanitäre Anlagen etwa 30 bis 35 Flüchtlinge untergebracht werden. Nach dem Bezug des Gebäudes wird Betreuungspersonal eingesetzt. Neben einer Sozialarbeiterin, die sich um persönliche Belange der Menschen kümmern soll, wird auch ein Hausmeister seinen Dienst aufnehmen.

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