Neues Sprachrohr gibt Vereinen starke Stimme

Von: Andre Schaefer
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Sie stehen für die Interessen einer engagierten Vereinskultur: die Mitglieder des Beirats für Vereine, Ehrenamt und bürgerliches Engagement mit dem Vorsitzenden Manfred Reinders (vorne links). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Rund 1200 Vereine aus unterschiedlichen Bereichen zählt Aachen. Ob Sport-, Karnevals- oder Kirchenverein: Sie alle leben von ihren zahlreichen ehrenamtlichen Kräften, ohne die vieles nicht möglich wäre.

Oberbürgermeister Marcel Philipp hatte schon bei seiner Neujahrsansprache vor einem halben Jahr die Idee der Gründung eines Beirats für Vereine, Ehrenamt und bürgerliches Engagement als sinnvoll bezeichnet.

Mit der Auswahl eines 19-köpfigen Gremiums aus Ehrenamtlichen der verschiedenen Vereine wurde dieses Vorhaben nun umgesetzt, und so lud der OB zur ersten konstituierenden Sitzung ins Rathaus ein.

„Mit der Gründung dieses Gremiums haben wir nun ein Instrument, das die Kommunikation zwischen den Vereinen und der Politik sowie der Verwaltung entscheidend erleichtert und verbessert. Es dient als erste Stelle, an der sich die Interessen der einzelnen Vereine bündeln”, so Philipp zum Beirat, den es in Aachen zuvor noch nicht gegeben hat.

Die Bündelung der Interessen steht dabei auch bei den Mitgliedern des Gremiums im Vordergrund. „Wir sehen uns damit als Sprachrohr, aber wir sind keine Beschwerdestelle”, betont Willi Schillings, der sich unter anderem als Kommandant der „Öcher Börjerwehr” ehrenamtlich engagiert.

Damit die Kommunikation zwischen den Vereinen und der Verwaltung zukünftig regelmäßig gewährleistet ist, wird man mindestens einmal pro Quartal zusammentreffen.

Bei der Zusammenstellung des Beirats, in dem Manfred Reinders von der Bezirksvertretung Aachen-Mitte die Position des Vorsitzenden übernimmt, habe man sich „nach sinnvoller Abwägung” darum bemüht, möglichst das ganze Spektrum der Vereine abzudecken, meint Philipp.

Verschiedene Vereine heißt aber auch verschiedene Bedürfnisse. Daher setzt sich das Gremium zunächst die Bündelung der einzelnen Anregungen aus den Vereinen als Ziel. „Wir müssen nicht bei Null anfangen. Die jeweiligen Probleme sind bekannt. Wir werden nun die Schnittstellen herausarbeiten, um agieren zu können”, erklärt der OB.

Trotz unterschiedlicher Interessen ist man sich in Sachen Integrationsarbeit bereits einig. „Das ist sicher ein ganz wichtiger Punkt. Die Integration von Zuwanderern betrifft jeden Verein, ganz egal, aus welchem Bereich er stammt”, meint Wilfried Braunsdorf vom Burtscheider Turnverein.

Diskussionsbedarf sehen die Mitglieder des Beirats ebenfalls in der Frage des Ehrenamtspasses, den rund 3500 Ehrenamtliche in Aachen als Anerkennung ihres Engagements besitzen. „Während der Inhaber des Ehrenamtspasses lediglich Vergünstigungen in Aachen erhält, gilt die Ehrenamtskarte NRW auch für andere Kommunen. Da erwarten wir Ideen, wie wir uns da künftig aufstellen”, so Petra Mahr vom Büro für bürgerliches Engagement, das den Pass ausstellt.
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