Neues Logo: Klinikum will moderner auftreten

Von: Stephan Mohne
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Streit ums Portal: Das langjährige Logo des Uniklinikums soll bald ausgedient haben. Doch Mitarbeiter bezeichnen das „Lifting“ des äußeren Erscheinungsbildes als Geldverschwendung. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der kommende Mittwoch soll für das Aachener Universitätsklinikum der Tag des Aufbruchs in eine neue Ära sein. Zumindest in Sachen Außendarstellung. Am 24. April wird intern nämlich das neue „Corporate Design“ – auf Deutsch sagt man Unternehmens-Erscheinungsbild – vorgestellt. Dazu gehört beispielsweise ein neues Logo.

Das bisherige, das den stilisierten Klinikbau nebst Schriftzug „Universitätsklinikum Aachen“ beinhaltet, hat dann ausgedient. Doch diese Umstellung sorgt auch für Unmut – in der Belegschaft. Mitarbeiter bezeichnen den Vorgang als „reine Geldverschwendung“. Vor allem vor dem Hintergrund, dass eigentlich an allen Ecken und Ende gespart werden müsse.

Fakt ist, dass die Einführung eines neuen Corporate Designs in einem Unternehmen der Größenordnung des Klinikums eine Vielzahl nötiger Maßnahmen nach sich zieht. So zum Beispiel ziert das Logo die Dienstkleidung von Ärzten und Pflegepersonal, ebenso die Dienstausweise.

Immerhin hat das Haus mehrere tausende Mitarbeiter. Natürlich müssen auch Stempel, Briefpapier und vieles mehr ausgetauscht werden. Das alles werde nach einem festgelegten Plan erfolgen, sagt Dr. Mathias Brandstädter, Leiter der Stabsstelle Kommunikation im Klinikum. „Wir werden jedenfalls nicht 50.000 Kittel auf einen Schlag wechseln“, erklärt er. Unmut über die Umstellung, zu der es einen einstimmigen Vorstandsbeschluss gebe, sei ihm persönlich gegenüber noch nicht geäußert worden.

„Ich bin für alle Kritik offen und würde jedem im persönlichen Dialog erklären, warum ein neues Corporate Design nötig ist“, so Brandstädter. Kommuniziert worden seien diese Gründe jedoch ohnehin bereits mehrfach – in internen Publikationen ebenso wie bei internen Veranstaltungen zu dem Thema. Überdies soll jeder Mitarbeiter vor nächsten Mittwoch noch persönlich angeschrieben werden.

Brandstädter ist überzeugt, dass die bisherige Außendarstellung keinesfalls so bleiben könne. „Wir bieten Spitzenmedizin, gehören zu den Top-Kliniken. Wir müssen uns aber entsprechend auch gut vermarkten und effizienter werden. derzeit verschenken wir viel von unserem Potenzial“, so der Stabsstellenleiter. Was sich auch auf den Internetauftritt beziehe, der dann auch das neue Design bekommen soll. Brandstädter: „Das sind bisher 4000 Einzelseiten, die zum Teil grotesk fehlerhaft sind.“

Wie das neue Erscheinungsbild aussehen wird, will Brandstädter öffentlich erst nach dem 24. bekanntgeben, weil man zuerst die Mitarbeiter informieren wolle. Dem Vernehmen nach verschwindet jedenfalls das Gebäude aus dem Logo. Bleibt die Frage nach den Kosten für das Projekt. Deren Höhe behält man für sich, solche Zahlen nenne man nicht öffentlich, sagt Brandstädter.

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