Aachen - Neues Glaubenszentrum an der Vaalser Straße geplant

Neues Glaubenszentrum an der Vaalser Straße geplant

Von: Matthias Hinrichs
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Soll neue Heimat für die evan
Soll neue Heimat für die evangelischen Christen im Westen werden: Auf dem Gelände an der Vaalser Straße (Bildmitte) ist der Neubau einer Kirche und eines Gemeindezentrums geplant. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Auch das gibts in Zeiten der allgegenwärtigen Krise: Während die Budgets der großen Glaubensgemeinschaften schrumpfen, holt die Evangelische Kirchengemeinde im Aachener Westen zum großen Wurf aus.

An der Vaalser Straße soll in Kürze ein neues Gemeindezentrum inklusive Gotteshaus gebaut werden. Letztlich freilich steht auch dieses ambitionierte Projekt vor allem im Zeichen von Konsolidierung und Kooperation, betont Pastor Mario Meyer vom Gesamtpresbyterium: „Im Zuge des 2005 begonnenen Prozesses Zukunft im Dialog ist geplant, die Gemeindebezirke Arche an der Schurzelter Straße und Dietrich Bonhoeffer-Haus am Kronenberg in dem Neubau zusammenwachsen zu lassen.”

Im vergangenen Jahr hat die Kirchengemeinde die rund 6000 Quadratmeter große Brache am Westfriedhof, direkt gegenüber der Einmündung des Pariser Rings, vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) übernommen, berichtet Meyer. Er ist zuversichtlich, dass Anfang 2014 der erste Spatenstich zur Errichtung einer Begegnungsstätte und eines Kirchenneubaus nebst Wohnungen für Seelsorger und Küster sowie elf Stellplätzen erfolgen kann. Der Startschuss zur Planung ist mit einer Ausschreibung im April gefallen.

14 Architekturbüros beteiligen sich am Wettbewerb zur Realisierung des Projektes auf insgesamt rund 3500 Quadratmetern Baugrund. „Am 29. Juni soll entschieden werden, welcher Entwurf umgesetzt werden kann”, erklärt Meyer. Dann geht das Genehmigungsverfahren in die heiße Phase. Bislang ist das Areal rund um den Dorbach als Ausgleichsfläche ausgewiesen. Die neue Besitzerin müsste folglich andernorts für entsprechende ökologische Ersatzmaßnahmen sorgen.

Konkrete Zahlen in Sachen Investitionsvolumen mochte Meyer am Freitag noch nicht nennen. „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die Finanzierung durch den Verkauf der Immobilien von Arche und Bonhoeffer-Haus zum größten Teil sicherstellen können”, erklärte er. Zumal am Kronenberg auf kurz oder lang erhebliche Sanierungsmaßnahmen erforderlich würden und die laufenden Kosten an zentralem und zeitgemäß ausgestattetem Standort erheblich geringer ausfielen.

Wenn die Blütenträume an den Ufern des Dorbachs schnell reifen, könnte die neue gemeinsame Heimat der beiden West-Gemeinden zum Jahresbeginn 2015 eingeweiht werden.
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