Neues Alemannia-Präsidium sitzt nun fest im Sattel

Von: Thorsten Karbach
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Hände hoch für das neue Präsidium: Die Alemannia-Mitglieder wählten in der Albert-Vahle-Halle Dr. Alfred Nachtsheim. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein gute Figur hat Dr. Alfred Nachtsheim auf der Spielwiese der Voltigierer definitiv abgegeben. Dass der Hals-Nasen-Ohrenarzt die Sprache der Mitglieder von Alemannia Aachen spricht, dass er sich sachkundig und doch humorvoll präsentierte, belohnten die Mitglieder von Alemannia Aachen mit ihrem Votum.

In der Albert-Vahle-Halle, wo während des CHIO die Voltigierer durch die Arena reiten, wurde Nachtsheim am Dienstagabend von 425 Mitgliedern zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. 31 lehnten den Dauerkarteninhaber ab, neun enthielten sich. Es war ein klares Ergebnis der 465 Stimmberechtigten.

Pferde wurden an diesem Abend in der Reithalle nicht gesichtet. Es gingen auch die sprichwörtlichen nicht mit den Anwesenden durch. Vielmehr war es eine über weite Strecken unspektakuläre, fast harmonische außerordentliche Mitgliederversammlung für Aachener Verhältnisse. Kein Vergleich also zu der turbulenten Versammlung vom 29. Juni.

Während diesmal nach 70 Minuten - sozusagen im Galopp - die fünf Präsidiumsmitglieder Nachtsheim, Klaus Dieter Wolf (427 Ja-Stimmen, 23 Nein-Stimmen, 15 Enthaltungen), Dr. Karl-Theo Strepp (379, 67, 19), Michael Leers (416, 30, 19) und Dr. Christoph Terbrack (400, 42, 23) gewählt wurden, hatte die Sitzung vor vier Monaten noch bis kurz vor Mitternacht gedauert - ohne neues Präsidium.

Damals straften die Mitglieder Kandidat Günter Reinartz ab - 345 von 658 Stimmberechtigten des fast 10.000 Mitglieder starken Vereins votierten „Nein”. Nachtsheim und Kollegen hatten deswegen vorgesorgt, den Dialog insbesondere mit den organisierten Fans im Vorfeld gesucht.

Und Nachtsheim wusste auch am Dienstag, wie man sich Zuneigung verdient - mit ehrlichen Antworten, freundlichen Worten und der Prise Pathos, nach der Sportfans suchen. „Mit vereinten Kräften und Herzblut wollen wir die Alemannia in eine Richtung steuern. Alemannia gehört zu dieser Stadt wie der Dom”, sagte Nachtsheim.

Dafür gab es Jubel wie für einen Siegtreffer auf dem Tivoli - oder um der Kulisse gerecht zu werden - eine gelungene Kür bei den Voltigierern. Die Versammlung war dagegen mehr Pflicht als Kür. In Nachwahlen wurden Heinz Becker in den Ältestenrat, Franz-Wilhelm Hilgers, Stefan Nickolai und Carsten Schmidt in den Aufsichtsrat und Rolf Gerwert, Heiner Höfken, Helmut Kutsch und Klaus Offergeld in den Verwaltungsrat gewählt - meist eindeutig.

Die Wogen hatten sich nach der missratenen Juni-Wahl offensichtlich geglättet, auch wenn das Kapitel um Ex-Präsident Horst Heinrichs nicht ruhte. Ein Mitglied forderte eine Entschuldigung des Vereins, Vize-Präsident Wolf erklärte, dass der Verein die Akte schließen und man sich nur noch an „Heinrichs Erfolge erinnern wolle.”

Zu denen gehörte auch der Aufstieg der Volleyballerinnen in die Bundesliga, und für deren Abteilung gab es denn noch ein Antrittsgeschenk des neuen Präsidenten: Zusätzliche Trainingszeiten hatte dieser organisiert - übrigens nicht in der Albert-Vahle-Halle.
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