Neuer Versuch in Sachen „Elternhaltestellen”

Von: Aljona Hartstock
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Stellten das „Elternhaltestel
Stellten das „Elternhaltestellenschild” vor, das bald an Schulen Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist bunt, es wurde von einer Viertklässlerin entworfen und es wird demnächst an mehreren Stellen in der Stadt aufgestellt: das neue Elternhaltestellen-Schild. Im Rahmen der Kampagne „FahrRad in Aachen” wurden an verkehrstechnisch sinnvollen Orten sogenannte Elternhaltestellen eingerichtet.

Mithilfe dieser Aktion soll die hohe Verkehrsbelastung um Schulen verringert werden. Notwendig ist dies besonders morgens, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und sie vor der Schultür absetzen. „Eltern möchten ihre Kinder sicher zur Schule bringen, aber sie gefährden dadurch gleichzeitig andere Schüler”, sagt Gisela Nacken, Dezernentin für Planung und Umwelt der Stadt Aachen.

Die Idee der Elternhaltestellen ist simpel: Anstatt direkt vor der Schule zu halten, sollen Eltern ihre Kinder an den gekennzeichneten Stellen absetzen. Die Kinder sollen dann - zunächst noch in Begleitung von Erwachsenen - in Gruppen gemeinsam den restlichen Schulweg zurücklegen und auf diese Weise auch selbstständiger werden.

Die Haltestellen sind nicht neu, bereits vorher hatte man eigens zu diesem Zweck eingeschränkte Halteverbote eingerichtet, jedoch wurden diese Bereiche nicht selten verbotenerweise fürs Parken genutzt und den Eltern wurde so die Möglichkeit zum Halten genommen. In der Straßenverkehrsordnung gibt es jedoch kein offizielles Verkehrszeichen, das eine Elternhaltestelle markieren könnte.

Während eines Mobilitätsprojektes an der Domsingschule wurden die Schüler der 4. Klassen daher gebeten, ein eigenes Elternhaltestellen-Bild zu entwerfen. Das schönste ist in der Bendelstraße und in Kürze auch an weiteren Punkten zu sehen. Gemalt hat das Bild Jesica Eck (9), Schülerin der Domsingschule. Als Preis erhielt sie ein Spiel und ein Fahrradschloss.

„Das Schild ist ein Hingucker”, sagt Nacken. Ob es auch den erwünschten Erfolg bringt, wird sich in der nächsten Zeit zeigen. Stephanie Küpper, Projektleiterin von „FahrRad in Aachen”, und ihre Mitarbeiter werden zu Beginn gelegentlich den morgendlichen Ablauf an den Haltestellen beobachten und notfalls eingreifen. Auch das Ordnungsamt wird kontrollieren. „Eltern dürfen den Platz nicht als Parkmöglichkeit nutzen und ihre Kinder zu Fuß zur Schule bringen”, sagt Küpper.
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