Neuer Verein unterstützt Schüler in Kinshasa

Von: fla
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Setzen sich für die Kinder im Kongo ein: (von links) Manfred Paul, Mansur Faizi, Willy Kuyitila und Elisabeth Paul. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn Elisabeth Paul zur Demokratischen Republik Kongo befragt wird, macht sie erst einmal einen nachdenklichen Eindruck. „In diesem Land herrschen ständig Krieg und Völkermord.” Doch einen kurzen Moment später findet sie etwas, was sie strahlen lässt.

„Die Kinder, die ja gar nichts dafür können, sind so lebensfroh. Aber denen muss man auch die Möglichkeit geben, etwas aus ihrem Leben machen zu können.”

Engagement reicht nicht

Genau das macht Paul seit rund einem Jahr, sie unterstützt die „Groupe Scolaire de Mont-Ngafula”, eine Schule in der Nähe der Hauptstadt Kinshasa, mit materiellen und finanziellen Spenden. „Die Schule brauchte dringend ein naturwissenschaftliches Labor und ein paar Computer.” Doch das Engagement von Einzelnen reiche langfristig leider nicht aus, so Paul.

Zusammen mit ihrem Mann Manfred, Leiter der Hauptschule Aretzstraße, und ihrem Kollegen und dem gebürtigen Kongolesen Dr. Willy Kuyitila, will sie deshalb am kommenden Dienstag den Verein „Pro Kongo ya lobi” („Für den Kongo von morgen”) ins Leben rufen. Mit diesem könnten die Kinder in ihrer schulischen Entwicklung nachhaltiger unterstützt werden. „Das ist ein Muss.”

Die Idee hierfür kam den Pauls im Juli des vergangenen Jahres, als sie Willy Kuyitila in seine kongolesische Heimat begleiteten. „Wir haben junge Menschen getroffen, die zwar begabt, aber sehr arm sind. Wir dachten uns direkt: Hier wollen wir helfen.”

Rund 6000 Euro Spendensummen kamen seitdem bei diversen Veranstaltungen zusammen, „doch mit einer Art Schulförderverein allein ist das Projekt langfristig nicht zu stemmen.” Fördermittel für weitere Spenden gibt es nur als eingetragener Verein, „und die braucht es, um noch mehr in die Schule und damit auch die Zukunft der Kinder investieren zu können.”

Der neue Verein, durch den auch eine Kooperation mit einem örtlichen Krankenhaus angestrebt wird, will hierzulande zusätzlich über die Situation im Kongo aufklären. In Aachen leben immerhin 800 Kongolesen, die damit in der Stadt die zweitgrößte afrikanische Community stellen. „Wir werden nicht das ganze Land verändern”, ist Manfred Paul trotzdem nicht traurig. „Aber wenn durch die Hilfe des Vereins bald ein paar Kinder und Jugendliche mehr als bisher ausgebildet werden, wäre das toll.”
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