Aachen - Neuer Sportplatz ist der große Wurf

Neuer Sportplatz ist der große Wurf

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Auch im wörtlichen Sinn ein großer Wurf: Auf dem neuen Sportplatz hatten die Bewohner des Vinzenz-Heimes mit Gast-Comedian „Globo” (links) schon bei der Einweihung viel Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Auf dem neuen Sportplatz des Vinzenz-Heims herrscht bereits vor der offiziellen Eröffnung reges Treiben. Die Rollstuhl-Basketballspieler machen sich für das anstehende Spiel bereit, und auch die Cheerleader sind schon auf dem Platz.

Gemeinsam wird die Einweihung des Kleinfeldsportplatzes, sowie der Auftakt der Sportwoche der Josefs-Gesellschaft gefeiert.

Gudrun Jörißen, Leiterin der Einrichtung, ist begeistert von dem neuen Platz: „Der Boden hier ist besonders weich und ist für Sport besser geeignet als Teer. Die Bewohner haben die Möglichkeit, durch den Sport Freundschaften zu schließen, ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt, und Barrieren können überwunden werden.”

Das neue Sportfeld ist 15x25 Meter groß und konnte durch die Hilfe und Förderung der Josefs-Gesellschaft realisiert werden. 85.000 Euro hat er gekostet. Nicht nur zum Basketballspielen kann das Feld genutzt werden, auch Fußball, Badminton, Handball und Volleyball sind möglich. Und auch das geht: Pantomimekünstler „Globo”, der die Schirmherrschaft für die Sportwoche übernimmt, trug auf der Balancierrolle ein Gedicht vor. Hannes Peters, Beauftragter für Pastoral für Menschen mit Behinderung des Bistums, segnete die Anlage und bat um Schutz für die dort Spielenden. Anschließend folgte ein Rollstuhl-Basketballspiel, bei dem die Bewohner gegen Betreuer, sowie Helmut Bücken, Behindertenbeauftragter der Stadt, Pastoralreferent Peters, Globo und Leiterin Jörißen spielten.

Und auch Hartmut Buchbinder, Behindertenbeauftragter der Städteregion, war es wichtig, bei der Einweihung dabei zu sein: „Mich freut es immer, wenn man Menschen mit Behinderung unter die Arme greifen kann. Der Sportplatz ist eine tolle Sache.” 160 Bewohner sind aktuell im Vinzenzheim, darunter 50 Kinder und 39 Schüler des internen Berufskollegs. Auf dem Feld stand bei diesem Spiel auch Joli, 22. „Ich bin hier am Berufkolleg und spiele seit 14 Jahren Basketball. Ich habe sogar mal in der Nationalmannschaft gespielt. Auf dem neuen Platz kann ich mich richtig austoben, denn hier haben wir deutlich mehr Bewegungsfreiheit, und es stören keine parkenden Autos mehr. Nicht nur wir profitieren davon, auch die nächste Generation wird daran ihre Freude haben”, sagt sie.
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