Aachen - Neuer Schulleiter nimmt offiziell die Arbeit auf

Neuer Schulleiter nimmt offiziell die Arbeit auf

Von: Thorsten Karbach
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Hat die Arbeit aufgenommen: Thomas Döring ist der neue Leiter des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung.

Aachen. Aufgeregt ist Thomas Döring. Wie ein Schuljunge. Dabei ist er der Schulleiter, und zwar der neue des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung an der Lothringerstraße.

Es hat lange gedauert, bis der Posten nach dem Abschied von Dr. Günter Scherer im Juni. Zwar hat sich Döring bereits im Januar seinem neuen Kollegium vorstellen können, doch dauerte es letztlich bis zu den Osterferien, bis er die Ernennungsurkunde der Bezirksregierung in Händen hielt. Und so ist es am Montag sein erster offizieller Gang in die neue Schule an der Lothringer Straße - in seine neue Welt.

Rund 2300 Schüler und 120 Lehrer zählt diese Welt, die sich streng genommen aus 13 Schulen zusammensetzt. Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur werden hier alle Leistungen angeboten, der Berufsschulzweig ist weit verästelt. „Ich freue mich auf diese Aufgabe”, sagt der 53-jährige Döring.

Und er weiß, was ihn in Aachen erwartet. Denn seit Januar pflegt er einen intensiven Kontakt mit seinem Stellvertreter Rolf Coellen. Der ist seit 2005 im Amt, kennt die Schule aus dem Eff-Eff und hatte zuletzt die kommissarische Leistung inne. „Wie haben auf Anhieb einen sehr guten Draht zueinander entwickelt. Ich bin ohnehin ein Teamspieler. Der Alleinkämpfer gibt es an Schulen nicht mehr”, erklärt Döring.

Im Team mit seinen Lehrern will sich Döring den Herausforderungen eines Berufskollegs stellen. Und die sind zahlreich. Wie alle Schulformen müssen sich auch die Berufskollegs mit dem Thema Inklusion, also der Integration von Schülern mit einer Behinderung auseinandersetzen. Die Durchlässigkeit des Systems - der einfache Schulwechsel - ist ebenso eine anstehende Aufgabe, wie die ständige Anpassung der Angebote an neue Ausbildungsberufe beziehungsweise deren ständige Spezialisierung - auch im Zuge der Europäisierung in der Ausbildung. „Dieses Haus hat dabei bewiesen, dass es immer sehr schnell und sehr gut reagieren kann”, betont Döring.

Auf seinem Stundenplan steht aber ganz oben die Bestandsaufnahme. Die läuft - und aus seiner Sicht mit erfreulichen ersten Erkenntnissen. „Diese Schule steht für eine sehr hohe Qualität. Diese Qualität will ich halten”, sagt Studiendirektor Döring - dessen Lehrfächer Wirtschaftspädagogik, Wirtschaftsinformatik und Betriebsorganisation/Betriebsinformatik sind. Das alltägliche Geschäft, der Unterricht, werde dabei zunehmend von einer veränderten Gesellschaft geprägt. „Familienstrukturen brechen weg, soziale Netzwerke ersetzen Beziehungen, all das müssen wir als Schule aufgreifen.”

Seinen neuen Kollegen verspricht er zum Start eine offene Tür, auch wenn er erst nächste Woche sein eigenes Büro beziehen wird. „Meine Mutter hat mir gesagt: ?Jung, jetzt hast Du Verantwortung”, erzählt er und ihnen und lacht gewinnend.

Es ist Dörings erste Rektorenstelle. Zuletzt war er 20 Monate stellvertretender Schulleiter des Nell-Breuning-Berufskollegs in Frechen, zuvor war er am Friedrich-List-Berufskolleg in Bonn und an den Kaufmännischen Schulen Bergisch-Gladbach eingesetzt. Nun führt der Weg nach Aachen, zunächst noch täglich über die Autobahn, denn als Wohnsitz muss Döring Bonn angeben. Doch die Wohnungssuche läuft, Döring gefällt Aachen und es soll mehr als eine Arbeitsstelle werden. „Es ist genauso schön wie Bonn - nur ohne Rhein”, sagt er.

Zum offiziellen Amtsantritt gibt es für Döring ein paar warme Worte von Claudia Wiemann für die Bezirksregierung und Gregor Jansen als zuständigen Dezernenten der Städteregion. Und für sein neues Kollegium gibt es vom neuen Schulleiter eine Überraschung aus der alten Heimat. Bonn stehe für die Telekom, Beethoven und Haribo, erzählt Döring seinen Kollegen. Und im Gepäck hatte er weder neue Telefonverträge noch klassische Musik... Und die Aufregung ist spätestens jetzt verflogen.
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