Aachen - Neuer Park fürs Suermondtviertel

Neuer Park fürs Suermondtviertel

Von: Valerie Barsig
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Aachen. Eng stehen die Häuser im Suermondtviertel zwischen Kaiserplatz und Bahnhof. Abgase und Lärm wehen von der Wilhelmstraße hinüber, und wird die Kaiserplatzgalerie gebaut, nimmt der Verkehr noch einmal zu. Deshalb haben CDU und Grüne unisono beschlossen, einen Ratsantrag für einen „Suermondtpark“ einzureichen.

„Zu beschließen, mitten in der Stadt eine Grünfläche zu errichten, das kommt in der Politik nicht oft vor“, erklärt Michael Rau, planungspolitischer Sprecher der Grünen. Er ist überzeugt von der Idee: Die bereits existierende Grünfläche an der Richardstraße soll um den Bereich bis zur Gottfriedstraße erweitert werden. Bis jetzt stehen dort noch die Reste eines von der Stadt erworbenen Werkstattgebäudes. Die bisherigen Pläne, auf dem Areal eine Turn- und Sporthalle für die Berufsschüler und die Aachener Volleyballerinnen zu errichten, habe die Stadt fallen gelassen, so Rau.

Da das Dach der Sporthalle an der Neuköllner Straße eine Generalüberholung braucht, bekommen die Alemannia-Volleyballerinnen dort wohl in naher Zukunft einen Platz mit angemessener Deckenhöhe (neun Meter). Bislang spielen sie dort mit einer Sondergenehmigung in der Bundesliga.

An der Richardstraße soll dagegen laut Maike Schlick, planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, der Baumbestand erhalten werden. Sie sieht die geplante Parkfläche als Chance für das Viertel. „So wird eine ganz neue Aufenthaltsqualität geschaffen“, findet Schlick. Bisher ist die nur schwer einzusehende Grünfläche mit Kinderspielplatz auch ein Ort, an dem sich Drogenabhängige aufhalten. „Das wird sich durch die Öffnung zur Gottfriedstraße hin ändern, denn so entsteht eine größere soziale Kontrolle“, sagt Rau. Auch eine Öffnung der Häuser, die zwischen Wilhelmstraße und Grünfläche stehen, könne man sich gut vorstellen. Fenster und Eingänge könnten gebaut werden, vielleicht das ein oder andere Restaurant entstehen.

Finanziert werden soll die Grünfläche aus dem Ausgleichstopf der Stadt, in den immer dann Geld fließt, wenn freie Flächen bebaut werden. Umgekehrt können so Aufforstungen oder eben neue Parks in Städten bezahlt werden. Wie viel genau für den Suermondtpark ausgegeben werden muss, ist allerdings noch unklar. Startschuss für die neue grüne Lunge des Viertels ist frühestens 2014. Bereits in den nächsten Sitzungen des Planungsausschusses soll über den Antrag diskutiert werden.

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