Neuer Markt: Ein Meilenstein im Zeichen des Brander Stiers

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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Zu ersten Mal mit Leben erfüllt: Die Neugestaltung des Marktplatzes wurde rund um den Brander Stier gebührend gefeiert. Wie das Ganze von oben wirkt, davon konnte man sich vom 38 Meter hohen Riesenrad aus ein gutes Bild machen. Foto: Andreas Herrmann
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So etwas wie eine Schlüsselübergabe: OB Marcel Philipp überreichte Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns das passende Straßenschild.
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Der große Knall: Auch mit einem großen Feuerwerk wurde das 2,8-Millionen-Euro-Projekt gefeiert.

Brand. „Jeder Quadratmeter, der hier neu geschaffen wurde, hat mir riesigen Spaß gemacht.“ Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders hat die Umgestaltung des Brander Marktplatzes einige Jahre mitbegleitet, auch wenn er nicht schon 2007 im Amt war – damals beantragte die Bezirksvertretung eine Aufwertung des Marktplatzes und brachte damit das sieben Millionen Euro schwere Stadtentwicklungsprojekt Aachen-Brand ins Rollen.

Nun kann er die Marktplatz-Pläne zu den Akten legen: Mit der Übergabe des offiziellen Straßenschildes am Sonntag durch Oberbürgermeister Marcel Philipp an ihn und Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns ist ein „herausragender Meilenstein“, so der OB, abgeschlossen. Die Brander feierten drei Tage lang mit einem überwiegend ehrenamtlich gestemmten Bürgerfest die Fertigstellung des 2,8 Millionen Euro teuren Bauvorhabens.

Dafür haben die Brander einen Ort der Begegnung erhalten: Die Skulptur des Brander Stieres wurde auf ein Podest gehoben, so dass man zu seinen Hufen Platz nehmen kann. Die große Linde wurde ebenfalls mit einem Mäuerchen eingefasst, so dass sich auch dort gut sitzen lässt. Die angrenzende Grünfläche wurde im „Aktivitätenband“ zum Platz hin geöffnet, der Spielplatz neu gestaltet und Spielfelder für Fußball und Basketball wurden eingerichtet.

Das „Kirchband“ setzt die Kirche St. Donatus neu in Szene, das „Magnolienband“ bezieht die Trierer Straße ein. Eine Fahrt mit dem 38 Meter hohen Riesenrad bestätigte am Festwochenende genau diese Wirkung, die der Entwurf des Landschaftsarchitekten Andreas Herrmann vorsah. Dass dafür nicht nur eine zweijährige Baustelle in Kauf genommen werden musste, sondern auch Parkplätze verloren gingen, verschmerzen die Vertreter von Politik und Verwaltung, aber auch die im Bürgerverein Brand zusammengeschlossenen Vereine gern. „Sobald die Sonne rauskommt, sind alle Sitzgelegenheiten besetzt“, hat Bezirksamtsleiter Sanders beobachtet.

Apropos: Während am Freitag – als zum Abschluss des Tages auch noch ein Feuerwerk über dem Platz gezündet wurde – noch mancher Guss von oben die Feierlaune trübte, gab es den Rest des Wochenendes genau diesen Sonnenschein, was besonders am Sonntag die Besucher bei gleichzeitig geöffneten Geschäften scharenweise zum neuen Prunkstück strömen ließ.

Nicht ohne Diskussionen

Und Wolfgang Müller vom Bürgerverein Brand unterstreicht: „Das wird der Platz, auf dem wohl jeder kleine Brander ab sofort das Radfahren lernt.“ Dass solche Pläne nicht ohne Diskussionen umgesetzt werden, beurteilte Gertrude Helm, städtische Abteilungsleiterin für Stadterneuerung und Stadtgestaltung, positiv: „Brand hat sich als äußerst diskussionsfreudig erwiesen und einen langen Atem gehabt. Das habe ich bislang in keinem anderen Stadtteil so erlebt.“

Entstanden sei ein Platz der Menschenfreundlichkeit, bemerkte sie – passenderweise am Tag der Städtebauförderung. Und auch Regina Poth, Leiterin der Straßenbauabteilung, lobte: „In Brand gibt es ein kooperatives Milieu.“

Für Philipp war das kein Grund zum Staunen: „In Brand ist es normal, dass Dinge ziemlich schnell und ziemlich konsequent vorangetrieben werden.“ Mit einer Kiste Apfelsaft aus dem Indetal verließ er den Stadtteil mit dem derzeit größten Städtebauförderprojekt – wohl wissend, dass die rund 17.000 Brander weiterhin wachsam ihre Stadtentwicklung beobachten und begleiten werden: „Der Apfelsaft wird ziemlich sicher auch in den nächsten 30 Jahren im Indetal entstehen.“

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