Neuer Marienhospital-Chefarzt kam dort selbst auf die Welt

Von: Kristina Toussaint
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Begrüßung in Burtscheid: von links Benjamin Michael Koch (Vorstand Katholische Stiftung Marienhospital), Thomas Quandel (neuer Chefarzt am Marienhospital Aachen), Heribert August (Kuratoriumsvorsitzender Stiftung Marienhospital). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Back to the roots: Dr. Thomas Quandel kehrt zurück an den Ort seiner Geburt – ab dem 1. April ist er neuer Chefarzt für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Marienhospital. Dem Spezialisten für Unfallchirurgie und Endoprothetik liegt die umfassende Versorgung der Bevölkerung am Herzen. Zu Burtscheid besteht bereits eine persönliche Bindung.

Vor 50 Jahren im Marienhospital geboren, wuchs Quandel zunächst in dem Stadtteil auf, bevor seine Familie mit ihm nach Würselen zog. Nach dem Studium der Medizin an der Universität Köln machte er zwei Facharztausbildungen: Quandel ist nicht nur Chirurg, sondern auch Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sein beruflicher Werdegang führte ihn von Bonn nach Gütersloh und zurück nach Bonn, wo er die vergangenen acht Jahre als Oberarzt im St. Petrus Krankenhaus tätig war, einem der größten Zentren für Orthopädie und Unfallchirurgie in Deutschland.

Die Suche nach einem Chefarzt-Posten hat ihn nun wieder in die Kaiserstadt geführt – „ein Lebenstraum“, der für ihn in Erfüllung geht. In der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen (MHA) soll er nun dabei helfen, das medizinische Leistungsspektrum weiterzuentwickeln. Die Orthopädie und Unfallchirurgie sollen – neben der Kardiologie, der Gefäßchirurgie und dem BrustCentrum – einen der „Leuchttürme“ des neuen Krankenhausprofils bilden, so Benjamin Michael Koch, seit acht Monaten Vorstand des MHA. Mit Dr. Quandel habe man einen sehr emphatischen und höchst professionellen Mann für den Chefarztposten gefunden.

Quandel setzt in seinen Fachgebieten auf hochmoderne Operationsverfahren: In der Endoprothetik, dem Ersatz von vor allem Knie-, Hüft- und Schultergelenken, sind teilweise nur minimal-invasive Verfahren nötig. So sind auch größere Operationen bis zum Beckenteilersatz möglich. Durch moderne Implantate könne man der verschiedenen Arthrosen der Patienten gerecht werden und inzwischen sogar einen kompletten Oberschenkel ersetzen, so Quandel. Mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung ist das Ersetzen und Instandhalten von Gelenken ein Bereich, der in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Als sein „zweites Standbein“ bezeichnet Quandel die Unfallchirurgie. Auf die Versorgung der Bevölkerung legt er viel Wert – und das rund um Uhr und sieben Tage in der Woche. Obwohl Quandel noch bis zum Freitag in Bonn operiert, hat er schon sein 13-köpfiges Ärzte-Team kennengelernt und freut sich auf die Zusammenarbeit. Ab Juni wird er mit seiner Frau und zwei Katzen fest in Burtscheid wohnen. „Der Kontakt zur Bevölkerung und den Patienten ist mir sehr wichtig“. Nach Feierabend wird er hoffentlich noch Zeit für die Familie in Alsdorf und Würselen und seine privaten Leidenschaften Kochen und Golfspielen finden.

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