Aachen - Neuer Kalender: Karl der Große für Kinder in Not

Neuer Kalender: Karl der Große für Kinder in Not

Von: Laura Kingston
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Kalender von Thomas Hendly, Marga Meier, Kerstin Lünenschloß und Ulrike Lorenz, zu Gunsten der Hanns+Nele Bittmann-Stiftung, vertreten durch Frank Prömpeler, wurde an OB übergeben

Aachen. Das Jahr 2014 gehört Karl dem Großen. Er hat Aachen zu dem gemacht, was es jetzt – 1200 Jahre nach seinem Tod – ist. Um ihn, seine Macht und seinen unendlichen Reichtum weben sich etliche Sagen und Mythen.

Fotografin Marga Meier hat diese jetzt in einem Kalender anlässlich des Karlsjahres 2014 festgehalten. Unter dem Titel „1200 Jahre: Sagen – Bilder & Geschichten“ führt sie die unterhaltsamsten Mythen um den großen Herrscher zusammen. Gemeinsam mit Ulrike Lorenz und Thomas Haendly entwickelte sie Ideen für den Kalender – eine prunkvolle Mischung aus Anekdoten, Fotografien und Zeichnungen soll den Beginn des Karlsjahres krönen.

Wer sich den Kalender vorstellt, denkt an Karls imposante Bauwerke mit Goldverzierungen und prachtvolle Mosaiken. Was Marga Meier und ihr Team im Kopf hatten, als sie ihn fertig stellten? Kinder in Not. Nicht nur die Ehrung Karls des Großen hatte die kreative Gruppe vor Augen, sondern die ärmsten Menschen der Gesellschaft. Der Erlös des Karlskalenders soll an den Verein „Nele und Hanns Bittmann“, einen Hilfsfond für ebendiese Kinder in Aachen, gehen.

Der Kalender zum Karlsjahr zählt zu einer der vielen Spendenaktionen für Kinder, die die Fotografin in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat. Mit Oberbürgermeister Marcel Philipp war sie bereits im Gespräch, als sie ihn im Frühjahr um die Schirmherrschaft für das Projekt bat. Elf Sponsoren konnte die 70-Jährige gewinnen, zwei hat Kerstin Lünenschloß angeworben. „Lüni“, wie Meier sie liebevoll nennt, ist als Diplom-Designerin für das Layout des Kalenders verantwortlich. „Meine Arbeit war natürlich ehrenamtlich“, betont sie.

Eine Teamarbeit, die Früchte trägt, findet Marcel Philipp, der einen der 2000 gedruckten Kalender in den Händen hält. Wahrscheinlich bestellt er noch einige mehr, die er im Namen der Stadt als Weihnachtsgeschenk verschenken möchte. Falls die Anzahl der Kalender knapp wird, werde Meier weitere Exemplare in den Druck geben – derzeit sei sie noch auf Sponsorensuche, erläutert sie. Eine zweite Auflage könnte im Oktober erfolgen.

Dass sie den Erlös von acht Euro pro Kalender an den Verein „Nele und Hanns Bittmann“ spendet, hat einen persönlichen Grund: Marga Meier möchte dem verstorbenen Hanns Bittmann danken. 2004 hat er sie als Redakteur unserer Zeitung interviewt – zu ihrem Engagement für den guten Zweck.

Jetzt, mehr als sieben Jahre nach seinem tödlichen Autounfall, bei dem auch seine Frau Nele ums Leben kam, ist die Stiftung, die in seinem Namen ins Leben gerufen wurde, der gute Zweck ihres Karlsjahr-Projekts. Mit ihm will sie mindestens 15.000 Euro einnehmen. Für sie gehört das Jahr 2014 nicht nur Karl dem Großen, sondern vor allen Dingen den Kindern in Not, denen sie mit ihrem Team helfen kann.

 

Infokasten: Der Kalender zum Karlsjahr 2014 kann in der Mayerschen Buchhandlung, bei Schmetz am Dom und bei Schreibwaren Frankenne erstanden werden. Von dem Preis über 12,50 Euro gehen acht Euro an den Verein „Nele und Hanns Bittmann“. Um weitere Spenden an den Hilfsfond für Kinder in Not wird gebeten. Informationen dazu gibt es unter: www.kinderinnotaachen.de.

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