Aachen - Neuer Entwurf für neue Lütticher Straße

Neuer Entwurf für neue Lütticher Straße

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Aachen. Zur Umgestaltung der Lütticher Straße legte das Planungsbüro Heinz Jahnen Pflüger (HJPplaner) in der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am Mittwochabend einen neuen Entwurf vor.

Dieser hat zahlreiche Anregungen, die im Rahmen der frühzeitigen Bürgerinformation bei der Stadt Aachen eingegangen sind, aufgegriffen. Danach sollen die senkrecht zur Fahrbahn positionierten Parkplätze im Abschnitt Schanz bis Morillenhang bestehen bleiben. Geplant ist darüber hinaus, die Ampelanlage an der Bushaltestelle Franziskuskrankenhaus zu erhalten.

Hier ist eine zusätzliche Mittelinsel geplant, die das gefährliche Überholen von haltenden Bussen durch PKW verhindern soll. An der Kreuzung Limburger Straße/Körnerstraße soll nach den neuen Vorstellungen eine großzügige Grünfläche entstehen. Dazu müsste die Körnerstraße einige Meter früher abgebunden werden, die Limburger Straße weiter südlich auf die Lütticher Straße einmünden. Die Errichtung eines Wohngebäudes an dieser Stelle ist in den Plänen nur noch optional vorgesehen. Die im weiteren Verlauf der Lütticher Straße stadtauswärts geplanten Mittelinseln sollen überfahrbar sein.

In einem zweistufigen Verfahren sollen Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt werden, erläuterte Uwe Müller, Abteilungsleiter beim Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.

Ein erster Vorentwurf, über den der Verkehrsausschuss in der kommenden Woche entscheiden wird, wäre Teil eines Einplanungsantrags. In einer nächsten Stufe würde auf dieser Basis ein detaillierter Entwurfsplan erstellt, der beim Land zu einer endgültigen Bewilligung der Zuschüsse führen würde.

Ziel ist es, die Fahrbahndecke der Lütticher Straße zu sanieren, über Schutzstreifen auf der Fahrbahn sichere Radverkehrswege zu schaffen, die Aufenthaltsqualität unter anderem über eine Pflanzung zusätzlicher Bäume zu verbessern sowie die Verkehrsfunktion zu erhalten.

Eine Umsetzung des Vorentwurfs unter Prüfung der vorgetragenen Hemmnisse empfahl die Bezirksvertretung Mitte mehrheitlich dem Verkehrsausschuss, jedoch kritisierten CDU und FDP den Wegfall von Parkplätzen, die Fahrbahnverengung sowie die Mittelinseln.

Auch zu den Plänen zur Verkehrsberuhigung in der Soers stellte die Verwaltung am Mittwoch eine neue Variante vor. An der Kreuzung Soerser Weg/Purweider Weg/Merowingerstraße könnte künftig statt Ampelanlage oder Mini-Kreisverkehr eine aufgepflasterte Mischfläche mit Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung entstehen, die dem Autoverkehr signalisieren würde, langsam zu fahren. Ob zusätzliche Fußgänger-Ampeln in einer „Rot-Dunkel-Schaltung” an der Kreuzung möglich sind, wie von einigen Ausschussmitgliedern gefordert wurde, wird die Verwaltung klären.

Eine solche Lichtsignalanlage steht im „Normalzustand” für Fußgänger auf Rot, Autofahrer erhalten jedoch kein Grün, sondern die Ampel bleibt dunkel. Erst auf Anforderung, nach Betätigung der Drucktasten, erhalten Fußgänger grünes Licht, während Autofahrer bei Rot warten müssen. Damit soll vermieden werden, dass PKw-Fahrer beschleunigen, sobald sie ein grünes Signal erblicken.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte empfahl dem Verkehrsausschuss diese Variante, beschloss darüber hinaus in eigener Zuständigkeit die Anlage von Bodenschwellen auf dem Soerser Weg vor den Haus-Nummern 12-14 sowie die Markierung von Wartelinien an den Einmündungen Merowinger Straße/ Emmastraße, Merowinger Straße/Am Wolf, Merowinger Straße/Am Weberhof und Soerser Weg/Karolingerstraße.

In Sachen Sanierung der Viktoriaallee hat die Bezirksvertretung Mitte dem Verkehrsausschuss mehrheitlich empfohlen, die Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II des Bundes ohne den Kreisverkehr an der Kreuzung zur Bismarckstraße zu realisieren. Die dort jetzt bestehende Ampelanlage muss abgebaut werden, wenn das Gebiet in die Tempo 30-Zone integriert werden soll. Vorausgegangen waren intensive Diskussionen.
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