Neuer Ampeltakt gegen Verkehrsinfarkt in Haaren?

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Ampel
Eine neue Ampeltaktung soll in Haaren die Verkehrslage entspannen.

Haaren. Den Gestank ist Haaren los. Nicht so die Blechlawinen, die sich werktags durch die Ortsmitte quälen. Im Feierabendverkehr ist es stadtauswärts seit einiger Zeit so schlimm, dass sich die Fahrzeuge bis zur Kreuzung Jülicher Straße/Prager und Berliner Ring zurückstauen - und teilweise auch bis mitten auf den wichtigen Knoten.

Was dann wieder zu Staus auf dem Ring führt, wo man ebenfalls täglich teilweise mehr steht als fährt. Die Ursache für das ganze Chaos liegt vor allem in einer Baustelle begründet. Zwar ist die Verkehrssituation in der Haarener Ortsmitte seit vielen Jahren stauträchtig.

Seit aber auf der Autobahn 544 die neue Brücke über die Haarener Gracht gebaut wird, ist es ganz schlimm geworden. Deswegen, weil viele Autofahrer versuchen, den ebenfalls langen Stau auf der Autobahn zu umfahren. Dieser Zustand wird noch Jahre dauern. Die neue Brücke soll zwar 2011 fertig sein, dann aber folgt wenige Meter weiter die Haarbachtalbrücke - und dann noch die anderen Brücken auf der A544.

Deswegen hat die Verwaltung auf Antrag der CDU-Fraktion in der Haarener Bezirksvertretung jetzt einen „Sofortplan” entwickelt, um Abhilfe zu schaffen. An zwei Kreuzungen in Haaren sollen die Ampelschaltungen verändert werden, damit der Verkehr stadtauswärts besser abfließen kann. Zunächst wäre da die Kreuzung Alt-Haarener-Straße/Auf der Hüls/Germanusstraße. In der Germanusstraße soll statt zwölf nur zehn Sekunden für Autos Grün sein. Und die Fußgänger sollen je nach Überweg auch zwischen einer und drei Sekunden pro Grünphase abgezwackt bekommen. Stadtauswärts ließe sich damit unter dem Strich die Grünphase auf der Alt-Haarener-Straße von 43 auf 50 Sekunden verlängern. Beibehalten werden sollen aus Sicherheitsgründen aber die separaten Grünphasen für Fußgänger.

Das gilt auch für die Ecke Alt-Haarener-Straße/Haarener Gracht. Trotzdem sollen auch dort die Grünphasen für Fußgänger um vier bis sieben Sekunden kürzer ausfallen. Alles in allem soll der Verkehr stadtauswärts 53 statt 47 Sekunden pro Grünphase fließen. Fazit der Verwaltung: „Es ist davon auszugehen, dass bereits geringfügige Verlängerungen der Grünzeit für den stadtauswärtigen Verkehr auf der Alt-Haarener-Straße zu einem deutlichen Stauabbau führen werden.” Entscheiden soll darüber der Mobilitätsausschuss am 9. Dezember.

Nichts wird es vorerst jedoch mit einer „großen Lösung” in Sachen Verkehr in Haaren. Die Ortsumgehung Verlautenheide, von der man sich Entlastung versprach, ist laut Verwaltung von Landesseite wohl zunächst ad acta gelegt. Auch um einen gewünschten Zubringer zur A4 nahe Haaren steht es wohl eher schlecht. Vor diesem Hintergrund schlägt die Verwaltung vor, „auf die Erarbeitung eines neuen gesamtbezirklichen Verkehrskonzeptes” zunächst zu verzichten.
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