Neue Vortragsreihe beim Eine-Welt-Forum: Gesundheit als Grundrecht

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Das Recht auf Gesundheit wurde erstmals in der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1946 verankert. Dort heißt es, dass das Recht auf den höchstmöglichen Standard der Gesundheit eines der fundamentalen Rechte des Menschen ist.

In der Präambel wird die Gesundheit als ein Zustand des kompletten physischen, mentalen und sozialen Wohlbefindens definiert – es geht also nicht nur um das Nichtvorhandensein von Krankheit oder Leiden. Doch bei der praktischen Umsetzung dieses Paragrafen hapert es an vielen Ecken und Enden. Das „Eine Welt Forum“ veranstaltet in Kooperation mit den Initiativen „GandHI Aachen“ (Globalisation and Health Initiative), Mezis (Mein Essen zahl‘ ich selbst – Initiative unbestechlicher Ärzte), dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk, der Bischöflichen Akademie Aachen und dem Logoi-Institut für Philosophie und Diskurs eine Reihe zum Thema „Gesundheit – Menschrecht oder Privileg der Reichen?“.

Die Akteure wollen dabei vor allem „darüber informieren, dass Gesundheit ein globales Anliegen ist“, wie Dr. Jan Salzmann vom „Eine Welt Forum“ betont.

Derzeit haben eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu gesundheitlichen Leistungen, zwei bis drei Milliarden nur einen eingeschränkten – unter anderem mit solchen Fakten befassen sich die Vorträge der Reihe. Los geht es am 16. Mai um 19 Uhr im Logoi, Jakobstraße 25a. Dr. Konrad Steidel referiert über die Frage „Welche Ärzte und Ärztinnen braucht Afrika? Medizin studieren in Mosambik“. Steidel berichtet über seine Tätigkeit in einem der ärmsten Länder der Erde, in der eine hohe HIV-Infektionsrate sowie hohe Säuglings- und Muttersterblichkeit Alltag sind.

Am 12. Juni um 18.30 Uhr widmet sich Dr. Michael Simons im Uniklinikum, Pauwelstraße 30, Hörsaal 5, dem Thema „Die Behandlung von traumatisierten minderjährigen Flüchtlingen“. Die Probleme betroffener Kinder und Jugendlicher werden unter dem Aspekt grundlegender Behandlungsstrategien diskutiert. Am 20. Juni um 18 Uhr im Welthaus an der Schanz hält Usche Merk einen Vortrag über „Fluchtursachen und Überlebenskämpfe“.

Den Abschluss der Reihe bildet ein Symposium am 1. Juli um 18.30 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Frère-Roger-Straße 8 bis 10. Unter dem Titel „Perspektiven Globaler Gesundheit 2017“ erörtern Fachleute aktuelle Perspektiven und Entwicklungen auf dem gesundheitlichen Sektor.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, jeder Besucher willkommen, sagt Carolin Hagedorn, Medizinstudentin an der RWTH und Mitglied von „GandHI“. Und es handele sich nicht um Fachvorträge, die nur ein bestimmtes Publikum ansprächen, sondern alles sei für alle verständlich, so Hagedorn. „Denn das Thema der globalen Gesundheit betrifft nun mal jeden.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert