Neue Vitrine beleuchtet die Rolle des Wassers für Burtscheid

Von: Nina Krüsmann
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Hier floss Geld fürs nasse Element: Rund 200.000 Euro wurden in Burtscheid für die „Wiedersichtbarmachung“ des Wassers in verschiedene Projekte investiert – einen Überblick verschafft die neue Vitrine auf dem Marktplatz. Foto: Harald Krömer

Burtscheid. Die Geschichte der Gewässer und ihrer Nutzungen in Burtscheid ist das Thema einer neuen Informationsvitrine auf dem Burtscheider Marktplatz. Gegenüber dem dortigen Brunnen ist der perfekte Platz dafür.

Bereits bei der offiziellen Eröffnung zeigte sich, wie vielfältig und spannend die historischen Hintergründe sind: Das Wasser, das für Burtscheid und ganz Aachen eine bedeutende Rolle spielt, fließt mittlerweile beinahe nur noch unsichtbar unterirdisch.

„Wir machen das Wasser wieder sichtbar“, freute sich Umweltdezernentin Gisela Nacken. Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Achim Ferrari und Rolf-Leonhard Haugrund von der Burtscheider Interessengemeinschaft und den Vertretern der Bürgerstiftung Lebensraum übergab sie die neue Vitrine ihrer Bestimmung. Die Vitrine ist die letzte Maßnahme im Rahmen der Aufwertungsarbeiten in Burtscheid seit 2010. Insgesamt wurden 200.000 Euro bereitgestellt, die Projektleiterin Isabelle Mehlhorn verwaltet hat.

„Es ist eine Menge passiert. Burtscheid ist aufgeblüht, das Pflanzkonzept voll aufgegangen. Die Beleuchtung des Jonastores, neue Abfalleimer und Fahrradabstellplätze, Sitzbänke und der öffentliche Bücherschrank sind tolle Ergebnisse, die den Stadtteil attraktiv machen“, betont Haugrund.

„Es macht Spaß, hier in Burtscheid Ideen zu entwickeln und umzusetzen, denn die Bürger machen hier aktiv mit, bringen sich ein“, freut sich Ferrari. Ricarda Quest, Heike Schütz und Adelheid Siebigs von der Bürgerstiftung Lebensraum hatten seit Herbst vergangenen Jahres recherchiert, Texte verfasst und die grafische Umsetzung erarbeitet. Das Ergebnis überzeugt optisch wie inhaltlich und wird nicht nur die Kurgäste und Touristen, sondern auch die Aachener über viele Hintergründe informieren.

Die Dammstraße etwa hat ihren Namen von der einstigen Trennung zwischen warmen und kalten Gewässern – dort befand sich einst ein Damm. Wo heute im Frankenberger Viertel das Straßenschild „Warmweiherstraße“ prangt, befand sich einst ein großer Karpfenteich. „Das warme Gewässer bot ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fischzucht und war ein überregional beliebtes Ausflugsziel“, so Quest.

Die Tuchherstellung, der später etablierte Kurbetrieb sowie das Thermalwasser sind weitere Themen. Besonders unbekannt bei der Bevölkerung sind laut Quest die vielen Mühlen, die früher in Burtscheid betrieben wurden. Durch das heiße Wasser konnten sie auch im Winter eisfrei arbeiten.

Wie die anderen Wasser-Schauplätze sind auch die Mühlen in einem Stadtplan in der Vitrine gekennzeichnet.

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