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Neue Technik erzählt Geschichte der Burtscheider Quellen

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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In die Geschichte der Burtscheider Quellen blicken: An der Rosenquelle gibt es jetzt eine neue Medienstation. Möglich gemacht wurde sie durch die Bürgerstiftung Lebensraum. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Für manch einen ist es ein echtes Geheimnis. Klar, davon gehört haben alle schon einmal, und selbstverständlich weiß fast jeder – zumindest fast jeder „Öcher“ – wo sie sprudeln. Die Rede ist von Aachens heißen Quellen.

 Diese sind nicht nur ein kostbares Naturgeschenk und eine Gabe der Götter, sondern auch ein Allheilmittel für die kleinen und großen Wehwehchen. Doch leider ist genau dies vielen Menschen nicht mehr bekannt. Sei es die Frage nach den Standorten des „Eierwassers“, sei es die Geschichte der heißen Quellen. Aus diesem Grund hat die „Bürgerstiftung Lebensraum Aachen“ im Herzen von Burtscheid die „Rosenquelle – das neue Quellgebäude“ sichtbar und erlebbar gemacht.

Das Gebäude, das vom Büro Frey Architekten entwickelt wurde, beinhaltet nicht nur eine warme, durch Thermalwasser beheizte Bank, Besucher haben die Möglichkeit, Geschichten über Burtscheid und seinen Ruf als Kur- und Badeort zu hören.

Denn die kleine silberne Tafel direkt neben der Bank erzählt per Knopfdruck Reiseberichte aus Burtscheid, Sagen und Geschichten sowie Wissenswertes über die alten Kur- und Baderegeln. Das Quellhäuschen selbst existiert bereits seit Oktober, wie Ulrich Lieser, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, erzählt: „Zur Realisierung des Projektes brauchten wir erst einmal viele Sponsoren, denn das Ganze hat gut 14.400 Euro gekostet. Uns war es wichtig, dass wir die Quellen und das ganze Drumherum sichtbar machen. Denn viele sind verborgen unter Kanaldeckeln.“

Die Medienstation ist ein Bildschirm an der Seite des Häuschens, welches wie ein Touchscreen funktioniert. Berührt man den Bildschirm, so erscheint ein Menü. Dabei kann man zwischen den Themen „Erdgeschichte“, „200 Jahre Thermalwasserkultur“ und „Postkarte per Mail“ wählen. Letzteres macht das Versenden einer elek-tronischen Postkarte möglich.

Anziehend mit Lerneffekt

Umweltdezernentin Gisela Nacken ist allerdings nicht nur von der Medienstation begeistert: „Ich finde es toll, dass Aachen solche Bürger hat, die sich ehrenamtlich einsetzen. Die Thermalwassergeschichte ist etwas in Vergessenheit geraten, hier ist ein neuer Platz, der die Historie offensichtlich macht und sowohl für die Aachener, als auch für die Touristen ein sehenswerter Ort ist.“

Dabei bleibt ihr Blick auf dem Ausgang des kleinen Wasserstrahls hängen. „Heiß ist das nicht“, gibt Lieser Entwarnung. „Das Wasser kommt zwar mir etwas über 50 Grad aus dem Boden, aber wenn es austritt, ist es nicht mehr ganz so warm.“ Verbrennungsgefahr also ausgeschlossen. Fast Ausgeschlossen ist es auch, an dem Quellhäuschen vorbeizugehen, denn nicht nur die Form, auch die Technik ziehen einfach an und laden zum Verweilen ein. Und einen Lerneffekt hat das Ganze auch noch.

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