Aachen - Neue Sicherungsgitter für den Tivoli

Neue Sicherungsgitter für den Tivoli

Von: Dieter Spoo
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein greifbares Ergebnis der Sitzung vorweg: Nach langem Bretterbohren der Politik wird nun „zeitnah“ an der Krefelder Straße am Tivoli ein längeres Gitter installiert, um das spontane und unkontrollierte Überqueren der Straße vor und nach Fußballspielen und anderen Events zu unterbinden.

Gabriele Schütz-Lembach vom Verein der Städtepartnerschaft Aachen-Kapstadt hatte zu Anfang der Sitzung jedem Bezirksvertreter, jeder Bezirksvertreterin für die gute Unterstützung bei der Umbenennung des Parks am alten Klinikum in den „Nelson-Mandela-Park“ eine Doppeltafel fair gehandelter Partnerschaftsschokolade überreicht. Doch die dadurch erzielte gute Laune der Sitzungsteilnehmer hielt nicht lange.

Die Sitzung war geprägt von Fingerhakeln zwischen Politik und Verwaltung. Klaus Dieter Jakoby bemängelte unter allgemeiner Zustimmung sehr grundsätzlich die schleppende Umsetzung politischer Anträge in der Verwaltung. Deren Vertreter Gerd Dupont verwahrte sich gegen pauschale Unterstellungen und meinte, Kritik sei dann ernst zu nehmen, wenn wenigstens die betroffenen Fachabteilungen genannt werden könnten.

Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt hatte keine Mühe, die leicht erhitzte Stimmung wieder zu kühlen, zumal Dupont die Flut von kleinen rechtlichen und verwaltungstechnischen Hindernissen bei scheinbar einfachen Arbeitsabwicklungen beklagte.

Eine Reihe von Tagessordnungspunkten, die unter anderem straßenbauliche Veränderungen im Stadtgebiet betrafen, konnten mangels aussagekräftiger und rechtzeitig verschickter Vorlagen nicht abgestimmt werden und wurden erst einmal auf Eis gelegt.

Unerschöpfliche Debatte

Zum grenzüberschreitenden elektromobilen öffentlichen Nahverkehr wurde beschlossen, dass der „CharlEmagnebus“ der Linie 44 hinter dem Bahnhof eine Aufladestation erhalten solle, die dann auch für andere Fahrzeuge wie Pedelecs zur Verfügung stünde. Hintergrund: Der südlimburgische öffentliche Nahverkehr „Arriva“ ist wie berichtet dabei, seine ganze Flotte auf Elektrobusse umzustellen, auch über die niederländische Grenze hinweg. Vorrang für Radfahrer – eine in der Stadt unerschöpfliche Debatte. Für den inneren Grabenring ist geplant, mittels eines Beteiligungsverfahrens die teilweise widersprüchlichen Ansprüche zwischen Radfahrern und anderen Nutzern des öffentlichen Raumes zu untersuchen.

Ein Antrag, vorgetragen von Patrick de Loie (SPD) soll die Verwaltung beauftragen, erst einmal eine weniger umfangreiche Voruntersuchung zu dem Thema einzuleiten, um die Handlungsfähigkeit der Politik nicht zu blockieren und grobe Ideen zu ermöglichen. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

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