Neue Räume erleichtern die wichtige Arbeit

Von: Felicitas Gessner
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Der Frauennotruf hat mehr Arbe
Der Frauennotruf hat mehr Arbeit denn je: Nina Körner (links) und Agnes Zilligen in den neuen Räumen an der Franzstraße. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit neuen Gesprächsgruppen und der Möglichkeit, einzelne Frauen parallel zu beraten, hat sich das Angebot des Frauennotrufs Aachen seit dem Umzug in neue Räume positiv erweitert.

„Der Umzug war lange fällig, weil wir in den alten Räumen aus allen Nähten platzten, aber erst als wir den Rekordbetrag von 16.000 Euro Spenden zusammenhatten, wurde der Umzug denkbar”, erklärte Agnes Zilligen, Mitarbeiterin des Frauennotruf Aachen, der 2011 sein 30-jähriges Bestehen feierte.

Fünf Hauptamtliche

In der Franzstraße 107 haben die fünf hauptamtlichen Mitarbeiterinnen sowie ehrenamtliche Kräfte seit März auf 120 Quadratmetern drei Räume mehr als vorher. Optimal zugeschnitten auf die Beratungsbedürfnisse des Notrufs und mit Computerarbeitsplätzen ausgestattet - davon konnte sich jetzt auch Karl-Heinz Stockem, Sparkassen-Geschäftsstellenleiter Theaterstraße, überzeugen, der dem Frauennotruf eine hilfreiche Spende überreichte. Auch hiermit sollen neue Gruppenangebote des Frauennotrufs - wie das für Frauen, die in ihrer Kindheit sexuell missbraucht worden sind - ermöglicht werden. „Ende des Jahres werden wir zum zweiten Mal mit einer neuen Frauen-Gruppe starten”, erklärte Nina Körner vom Frauennotruf, die die erste Gruppe betreute. Interessierte Frauen können sich hierzu beim Frauennotruf anmelden.

Der neue Firmensitz mit mehr Räumen mache sich bereits jetzt in der gestiegenen Anzahl von Beratungen bemerkbar, so Zilligen. Einen extrem hohen und im Umfang bisher noch nie dagewesenen Bedarf verzeichnet die Diplom-Pädagogin im Bereich Prävention zum Thema K.o.-Tropfen: Vor mehr als fünf Jahren starteten die Notruf-Frauen mit der Kampagne „K.o.cktail? Fiese Drogen im Glas”, in diesem Jahr führten sie hierzu schon mehr Vorträge und Workshops durch als im gesamten letzten Jahr.

Präventionsangebote

Vor allem Schulen fragen vermehrt beim Frauennotruf wegen Veranstaltungen zum Thema nach. Zudem sensibilisierten die Mitarbeiterinnen von Agnes Zilligen auch Notfall-Ärzte, Polizei, bis hin zu Discothekenbetreibern zu diesem Thema. Präventionsangebote gegen sexuelle Gewalt - wie auch im Fall der K.o.-Tropfen oft in der Praxis vorgekommen - möchte der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen, kurz Frauennotruf Aachen, künftig noch ausweiten.

Doch hier, wie auch bei allen anderen Projekten, gilt es, zunächst weitere Spenden einzuwerben, da die öffentliche Förderung für den Verein nur rund 80 Prozent aller Kosten abdecke.
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