Aachen - Neue Promenade am neuen Elisengarten

Neue Promenade am neuen Elisengarten

Von: Matthias Hinrichs
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Prima Perspektiven für Fußgänger: Im Sommer starten die Umbauarbeiten in der Ursulinerstraße. Schon jetzt ist sie für Pkw tabu, weil auch die Arbeiten zur Errichtung des neuen Wohn- und Geschäftshauses gegenüber dem Elisengarten voranschreiten. An der Hartmannstraße (rechts im Bild) wird ein Wendehammer eingerichtet. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. <b> </b>Jahrelang wurde heiß diskutiert, vor wenigen Wochen ebnete die rot-grüne Ratsmehrheit den Weg für die nächste buchstäblich tief greifende Umgestaltung im Herzen der Stadt. Jetzt stehen die Bagger in den Startlöchern.

Während die motorisierten Privatfahrer bereits seit Mittwoch das Nachsehen haben. Denn rund um den Geldbrunnen „versenken” Stadt und Stawag insgesamt eine runde Million Euro - mit größtem Nutzeffekt in Sachen städtebauliche Aufwertung, wie Planungsdezernentin Gisela Nacken am Mittwoch aus gegebenem Anlass betonte.

Gleich drei Baustellen

Bis Herbst soll die Ursulinerstraße zwischen Münsterplatz und Buchkremerstraße als neue Promenade für flotte (Fuß-)Verbindungen in der City sorgen. „Damit tragen wir dem im Jahr 2002 einstimmig im Rat beschlossenen Innenstadtkonzept einmal mehr Rechnung”, unterstrich die Beigeordnete - freilich ohne nochmals darauf hinzuweisen, dass CDU und FDP den Plänen zur Sperrung der viel frequentierten Achse heftigen Widerstand entgegengesetzt hatten.

Der allererste Schritt zur Umsetzung ist unterdessen vollzogen: Ab sofort ist das Pflaster zwischen der Mayerschen Buchhandlung und Hartmannstraße für Pkw tabu. Und die städtischen Planer setzen mit den Experten des Düsseldorfer Büros Fritschi-Stahl-Baum auf ein ausgetüfteltes Konzept, um das Vorhaben mit zwei bestehenden prominenten Baustellen unter einen Hut zu bekommen.

Kommende Woche rollt nämlich ein Kran bis zum Fundament des geplanten Wohn- und Geschäftskomplexes auf dem ehemaligen Grundstück des „Radio Ring”, damit die Hochbauarbeiten dort starten können. Das Gebäude soll bis September komplett fertiggestellt sein.

Mitte März beginnt die Stawag mit einer umfangreichen Erneuerung des unterirdischen Energie- und des bereits über 100 Jahre alten Kanalnetzes. Und wenn im Sommer im „neuen” Elisengarten die ersten Beete sprießen, starten die Pflasterarbeiten für die Fußgängerzone, wie Regina Poth vom Fachbereich Straßenbau erläuterte.

Am Ende der Hartmannstraße wird ein Wendehammer eingerichtet, die Parkplätze an der Seite zum Elisengarten hin fallen weg. Für die neue Promenade wird ein „Plattenteppich” aus Blaustein und Belgischem Granit sowie Basalt-Pflaster verlegt.

Garniert wird der kleine Boulevard mit Laternen im Stil der „linearen” Beleuchtung an Holz- und Dahmengraben. Außengastronomie soll zum Verweilen mit Blick auf den neuen Elisengarten laden. Die wenig attraktiven Waschbetonplatten im vorderen Teil des Münsterplatzes werden ebenfalls ersetzt.

Die geringsten Kopfschmerzen dürfte den Machern einstweilen übrigens die Finanzierung bereiten: 80 Prozent der mit 550.000 Euro veranschlagten Maßnahme soll das Land übernehmen. 450.000 Euro kalkuliert die Stawag für die Kanalerneuerung ein. Weitere Debatten sind freilich keinesfalls auszuschließen, weil das Parkhaus Büchel ab sofort naturgemäß nur noch über die Peterstraße zu erreichen ist.

Zumal auch dort mindestens drei Wochen lang gar nichts gehen beziehungsweise fließen wird, weil die Stawag auch am Parkhaus der Deutschen Bank Schachtarbeiten vornehmen muss. „Zurzeit prüfen wir drei Varianten, um die Zufahrt zum Parkhaus in dieser Etappe zu sichern”, verriet Nacken - mehr aber nicht: „Ich glaube, wir werden eine gute Lösung finden.”
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